Samstag, 21. Mai 2022

Seelenreichtum

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Seelenreichtum                                 

                       

Sommerwinde streicheln die Felder

Noch eine, eine einzige Weizenähre strahlt der Sonne entgegen

 

Als ob von allen längst vergessen

Von allen übersehen, ignoriert, missverstanden

 

Die einsame Weizenähre, mittendrin stand sie

Inmitten dieser reichen, schönen Welt

 

Blieb sie allein, verlassen und hilflos

Ohne zu wissen, wo ihre Wege noch enden

 

Ob es noch eine Chance, ihren Ideenreichtum zu streuen

Mitten im Chaos von Verzweiflung und Schicksalstragödien

 

Dem Mähdrescher entkommen, Sturm und Feuer getrotzt

Stand sie nun da, im Kampf ums Überleben

 

So schön, so wertvoll, doch hilflos und allein

Inmitten dieser grauenvollen Jahre

 

Sie gibt nicht auf, sie atmet

Sie erduldet, sie kämpft gegen Sturm und Regen

 

Sie spürt, tief in ihrer Seele

Es muss ein Licht geben, eine Stunde kommen

 

Wo selbst der Himmel sie verwöhnen will

Weil ihr Leben, mitten im Feld der Tränen, des Leids

 

Von Herzensgüte und Menschsein immer getränkt

Umrahmt vom ewigen Wunsch, immer nur Gutes zu tun

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   21.02.2016

 

 

 

 

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