Foto:©Elisabeth Anton
Seelenreichtum
Sommerwinde streicheln die Felder
Noch eine, eine einzige Weizenähre strahlt der Sonne entgegen
Als ob von allen längst vergessen
Von allen übersehen, ignoriert, missverstanden
Die einsame Weizenähre, mittendrin stand sie
Inmitten dieser reichen, schönen Welt
Blieb sie allein, verlassen und hilflos
Ohne zu wissen, wo ihre Wege noch enden
Ob es noch eine Chance, ihren Ideenreichtum zu streuen
Mitten im Chaos von Verzweiflung und Schicksalstragödien
Dem Mähdrescher entkommen, Sturm und Feuer getrotzt
Stand sie nun da, im Kampf ums Überleben
So schön, so wertvoll, doch hilflos und allein
Inmitten dieser grauenvollen Jahre
Sie gibt nicht auf, sie atmet
Sie erduldet, sie kämpft gegen Sturm und Regen
Sie spürt, tief in ihrer Seele
Es muss ein Licht geben, eine Stunde kommen
Wo selbst der Himmel sie verwöhnen will
Weil ihr Leben, mitten im Feld der Tränen, des Leids
Von Herzensgüte und Menschsein immer getränkt
Umrahmt vom ewigen Wunsch, immer nur Gutes zu tun
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.02.2016
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