Foto:©Elisabeth Anton
Gartenlaube
Schweigend füllen sie den Augenblick
Der eiserne Tisch, die drei einsamen Gartenstühle
Welch Ruhe sie ausstrahlen, welch Herbstglück
Nachdenklich, in meiner Erinnerung ich wühle
Morgensonne längst verschwunden
Der Tag schlängelt fröhlich durch seine Spur
Im Blütenkelch, eben, Schmetterling und Käfer sich gefunden
Vom Rebenzweig hängt einsam der Spinne Seidenschnur
Auf dem Tisch, in dieser wohltuenden Herbstpracht
Eine zufriedene Schnecke zum Kaffeetassenrand sich hochquält
Auf dem Stuhl rollt der Igel ein, mit unübersehbarer Macht
Welch Wunder unsere Natur, für uns, bereithält
Dann, dann öffnet sie sich, diese Stachelkugel, und plötzlich
Steht er da, der kleine Igel, will weiter hinauf, auf den Tisch
Welch Gemälde voller Naturwunder, so unübertrefflich
Erinnern sie an Sinn des Lebens – ob Adler, Biene, Löwe, Ameise, Maulwurf, Fisch
Gartenidylle des Augenblicks, welch Naturschauspiel
Ein Wurm, majestätisch kriecht er aus seinem Loch
Der Marienkäfer fliegt zufrieden weiter, die Ameise erreicht ihr Ziel
Wer, wer sieht diese Naturwunder, heute noch…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
05.10.2017
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