Foto:©Elisabeth Anton
Mein Herrgott, ich sag dir „Danke!“
Heiligabend, in Gedanken daheim
Stille und Andacht schmücken Garten und Haus
Weihnachten, Weihnachten kann es nur im Herzen sein
Wenn Mensch und Natur sich umarmen. Satt der Hund, Katze, die Maus
Ich stehe vor dem schlicht geschmückten Christbaum
Schneeflocken wirbeln durch den eisigen Wind
Wie schön er war, mancher Kindertraum
Die Zeit schrieb Geschichten, seit ich ein Kind
Wattestreifen zierten als Schnee den Christbaum
Weiße Kerzen schenkten Segen und Licht
Das Bild der lodernden Glut im Herd verzauberte Seele und Raum
Diese Zeit vergessen, nein, das kann ich nicht
Ehrfurcht und Andacht lebten wir vor Fest und Christbaum
Wir dankten dem Herrgott für all seine Gaben
Auch wenn manche Wünsche nur ein Weihnachtstraum
Was waren wir zufrieden, mussten nicht alles haben
Weihnachten daheim, welch tiefes Spüren in der Seele
Von Ehrfurcht, Dank, Demut und Bescheidenheit
Droht mein Heimweh mich zu ersticken, Erinnerungen ich wähle
Die mir zeigen, wie wertvoll Heimat, und nicht nur zur Weihnachtszeit
Mein Herrgott, ich sag dir „Danke!“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
24.12.2016

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