Foto:©Elisabeth Anton
„Es war einmal…“
Schweigend schließt sie die Augen
Kehrt zum Gipfelkreuz zurück
Sie spürt, wie Erinnerungen sie aufsaugen
Wie schnell dahin, ihres Lebens Glück
Sie schaut über Bergeshöhn, zum Wolkenmeer
Sie sieht das Weite der fernen Welt
Erinnerungen füllen das Glas, es wird nie leer
Wenn sie gelebte Jahrzehnte ins Jetzt bestellt
Sie träumt vom Schneemärchenland
Wo sie einst gelebt ihr schönstes Glück
Sie streichelt ihre Uhr, zitternd ihre Hand
Ihre Tränen sagen ihr, es gibt kein Zurück
Sie sieht ihre Träume wie Nebelgirlanden
Mit betenden Händen steht sie da, schaut weit übers Tal
Am Gipfelkreuz hält sie sich fest. Alles längst abhanden
Von ihrem Leben blieben nur Erinnerungen, die ihr sagen „Es war einmal…“
Es war einmal und kommt nie wieder, kein zweites Mal
Das Leben hat ihr göttliches Glück einer großen Lieben gegeben
Dann hat das Leben ihr alles genommen, zum letzten Mal
Schweigend vor dem Augenblick, dankbar für die Liebe, ihr einst glückliches Leben
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
05.01.2023
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