Foto:©Elisabeth Anton
Heimatgeborgenheit, mein Hatzfeld, man hat sie ausgelöscht
Fast ein halbes Jahrhundert fern meiner Heimat
Jahrzehnte eilten davon, meine Heimat, dem Erdboden gleich
Brauchtum, Lieder, Sprache, verstummt in meiner Heimatstadt
Alles ausgelöscht, was einst so wertvoll, edel und reich
In den Gassen grüßt dich, in deiner Muttersprache, keiner mehr
Nicht im Vorbeigehen, schon gar nicht von der anderen Straßenseite
Heimat, deine Häuser verstummt, in den Gärten kein Blumenmeer
Heimat, ich dachte nie, dass auch du mal "pleite"
Verloren, ausgelöscht, für einen Traum
Dich nie vergessen, auch nicht in der Freiheit Land
Erinnerungen, sie sind geblieben, füllen meiner Seele Raum
Mein Heimweh reicht ihnen so oft die Hand
Heimat, so oft denke ich an unsere Jahrzehnte, durch Zeit und Raum
Ich denk an Stunden, wo Lieder, Gedichte, Muttersprache noch zu hören
Brauchtum, Ehrfurcht und Zufriedenheit, sie waren kein Traum
Freiheitwunsch, Freiheitstraum, sie konnten alles zerstören
In Gedanken bin ich oft daheim, zuhause
Dort, wo einst meine einmalige Heimatwelt
Manchmal macht das Glück eine Pause
Und hat dich übersehen, du mein Hatzfeld
Weil ich Freiheit leben wollte, Freiheit ersehnt
Fern jeglicher Lügen, fern dieser Diktatur Ungerechtigkeit
Alles verloren. Mein Heimweh, heute wieder, „Heimat!“ erwähnt
Heimat, man hat sie ausgelöscht, deine einzigartige, einmalige Geborgenheit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
03.02.3023

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