Montag, 6. Februar 2023

Heimatgeborgenheit, mein Hatzfeld, man hat sie ausgelöscht


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Heimatgeborgenheit, mein Hatzfeld, man hat sie ausgelöscht  

 

Fast ein halbes Jahrhundert fern meiner Heimat

Jahrzehnte eilten davon, meine Heimat, dem Erdboden gleich

Brauchtum, Lieder, Sprache, verstummt in meiner Heimatstadt

Alles ausgelöscht, was einst so wertvoll, edel und reich

 

In den Gassen grüßt dich, in deiner Muttersprache, keiner mehr

Nicht im Vorbeigehen, schon gar nicht von der anderen Straßenseite

Heimat, deine Häuser verstummt, in den Gärten kein Blumenmeer

Heimat, ich dachte nie, dass auch du mal "pleite"

 

Verloren, ausgelöscht, für einen Traum

Dich nie vergessen, auch nicht in der Freiheit Land

Erinnerungen, sie sind geblieben, füllen meiner Seele Raum

Mein Heimweh reicht ihnen so oft die Hand

 

Heimat, so oft denke ich an unsere Jahrzehnte, durch Zeit und Raum

Ich denk an Stunden, wo Lieder, Gedichte, Muttersprache noch zu hören

Brauchtum, Ehrfurcht und Zufriedenheit, sie waren kein Traum

Freiheitwunsch, Freiheitstraum, sie konnten alles zerstören

 

In Gedanken bin ich oft daheim, zuhause

Dort, wo einst meine einmalige Heimatwelt

Manchmal macht das Glück eine Pause

Und hat dich übersehen, du mein Hatzfeld

 

Weil ich Freiheit leben wollte, Freiheit ersehnt

Fern jeglicher Lügen, fern dieser Diktatur Ungerechtigkeit

Alles verloren. Mein Heimweh, heute wieder, „Heimat!“ erwähnt

Heimat, man hat sie ausgelöscht, deine einzigartige, einmalige Geborgenheit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  03.02.3023

 

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