Foto:©Elisabeth Anton
„Was hinterlässt man der Nachwelt?“, dich schon mal gefragt
Graue Wolken verdunkeln das Himmelszelt
Ein Spiegelbild unserer traurigen Wirklichkeit
Keiner will Frieden, nur noch vernichten und töten zählt
So grauenvoll diese nicht zu erklärende Zeit
Keiner denkt an die Zukunft unserer Kinder Welt
Keiner denkt an das Leid der Hinterbliebenen
Ich höre heute noch meine Großeltern, wenn sie erzählt´
Wie grauenvoll der Krieg, endlos das Leid der Vertriebenen
Sie mussten alles stehen lassen und gehen
Man zwang sie einfach zur Völkerwanderung
Mit dem, was sie in ihren Händen tragen konnten, ohne zu verstehen
Warum das Schicksal so grausam, ihr Weg die Völkerwanderung
Wie das Wetter, die Gesundheit, das interessierte nicht
Sie mussten gehen, einfach weitergehen
Ohne zu wissen, wo das Ziel, ob es noch Licht
Sie konnten nur noch betend vor Himmel und Hoffnung stehen
Ob Kind, ob krank, ob gesund, ob alt
Sie wanderten viele Tage, und auch bei Nacht
Manch einer freute sich, dass ihr Nachtlager der Wald
So schwer diese Zeiten, an Zukunft kaum einer gedacht
Alle dachten sie nur ans Überleben
Dass alle gesund bleiben, den Weg gemeinsam weiterzugehen
Völkerwanderungen, Kriege, es sollte sie nie mehr geben
Menschheit, wach auf! Eines Tages werden wir alle vor dem letzten Atem stehen
Und was hat jeder von uns der Nachwelt hinterlassen?
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
10.03.2023
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