Sonntag, 23. Juli 2023

Naturwunder, wie Umarmung und Geborgenheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Naturwunder, wie Umarmung und Geborgenheit              

 

Vor den Fensterscheiben

Wiegt sich die Birkenkrone im Wind

Sie wünscht, der Wind möge bleiben

Weil so zärtlich seine Streicheleinheiten sind

 

In wenigen Sekunden, Meise um Meise

Herangeflogen, hüpfen voller Freunde, von Ast zu Ast

Der Sommerwind so wohltuend, so leise

Wenn Alltagspflichten keine Last

 

Welch Augenblick, welch Zufriedenheit

Ich schau den jungen Meisen zu

Sie picken, in sichtbarer Gelassenheit

Freuen sich des Lebens. Der Wind macht die „Holzspaletten“ zu

 

Ein Sommertag im Genießen von Zeit und Augenblick

Auf der Malvenblüte thront so einzigartig ein bunter Falter

Ich genieße. Ich weiß, es gibt für nichts ein Zurück

Die Vergänglichkeit hat keinen Schalter

 

Sie geht im Vorwärtsschritt, nie zurück

Erbarmungslos nimmt sie alles mit

Daher lausche ich gerne dem Gartenchor. Welch Glück

Wenn alle singen, ohne, dass ich darum bitt´

 

Ich bin im Garten, wo der Nachbarskater hindurch stolziert

Die Amseln in Aufruhr, sie bangen um ihren Nachwuchs, er lernt fliegen

Ich stehe auf, geh nach hinten, der Kater marschiert

Weiter, zum Nachbarsgrundstück. Das Leben muss siegen

 

Der Garten eine Pracht, die Amseln beruhigen sich

Die Spatzen, frech wie zu jeder Tageszeit

Die Schnecken ziehen weiter. Ich schau nach oben, bedanke mich

Schicksale und Dankbarkeit atmen. Naturwunder, wie umarmende Geborgenheit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  11.07.2023

 

 

 

 

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