Foto:©Elisabeth Anton
Naturwunder, wie Umarmung und Geborgenheit
Vor den Fensterscheiben
Wiegt sich die Birkenkrone im Wind
Sie wünscht, der Wind möge bleiben
Weil so zärtlich seine Streicheleinheiten sind
In wenigen Sekunden, Meise um Meise
Herangeflogen, hüpfen voller Freunde, von Ast zu Ast
Der Sommerwind so wohltuend, so leise
Wenn Alltagspflichten keine Last
Welch Augenblick, welch Zufriedenheit
Ich schau den jungen Meisen zu
Sie picken, in sichtbarer Gelassenheit
Freuen sich des Lebens. Der Wind macht die „Holzspaletten“ zu
Ein Sommertag im Genießen von Zeit und Augenblick
Auf der Malvenblüte thront so einzigartig ein bunter Falter
Ich genieße. Ich weiß, es gibt für nichts ein Zurück
Die Vergänglichkeit hat keinen Schalter
Sie geht im Vorwärtsschritt, nie zurück
Erbarmungslos nimmt sie alles mit
Daher lausche ich gerne dem Gartenchor. Welch Glück
Wenn alle singen, ohne, dass ich darum bitt´
Ich bin im Garten, wo der Nachbarskater hindurch stolziert
Die Amseln in Aufruhr, sie bangen um ihren Nachwuchs, er lernt fliegen
Ich stehe auf, geh nach hinten, der Kater marschiert
Weiter, zum Nachbarsgrundstück. Das Leben muss siegen
Der Garten eine Pracht, die Amseln beruhigen sich
Die Spatzen, frech wie zu jeder Tageszeit
Die Schnecken ziehen weiter. Ich schau nach oben, bedanke mich
Schicksale und Dankbarkeit atmen. Naturwunder, wie umarmende Geborgenheit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
11.07.2023
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