Donnerstag, 17. August 2023

Heimat, die Menschen haben noch nicht verstanden, wie wertvoll du bist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Heimat, die Menschen haben noch nicht verstanden, wie wertvoll du bist

                                                

Ich genieße die Stille auf dem Heimatfriedhof, diese Ruhe, den Augenblick

Zwischen den Grabsteinen mit teils verwischten Namen

Ich drehe die Zeit auf „Ansiedlung“, auf Erinnerungen zurück

Die Zeit, wo unsere Ahnen ins weite, fruchtbare Land kamen

 

Sie erlebten Not, Krankheit, Tod, nicht nur weites Land

Viele gestorben, bis dieses Sumpfland urbar gemacht

Sie schufteten, opferten sich, starben, litten, reichten sich die Hand

Ihre Ziele waren mit Neuanfang bedacht

 

Sie kamen, ein besseres Leben zu führen

Sie machten diese reiche Erde zu ihrer Heimat

Breite Gassen, durch alle Orte führen

Dorf um Dorf, Stadt um Stadt entstanden, ihre Heimat

 

Sie mussten selbst, in Schwerstarbeit, ihre Behausungen bauen

Ihre Lehmhütten mit Stroh gedeckt, ihr ganzer Stolz

Jahrhunderte vergangen, voller Dank sie auf ihre Häuser schauen

Schon mit Ziegeln erbaut. Im Kachelofen loderte trockenes Holz

 

Jahre vergingen, Jahrhunderte auch

Die fünfte Generation der Ansiedlung, sie träumte von Freiheit

Aussiedlung! Heimat nur noch gelebter Erinnerungshauch

Wer hätte das gedacht, dass auch „Heimat“ nur für begrenzte Zeit

 

Die Menschen haben noch nicht verstanden

Warum wir geboren, welches unsere Pflichten auf Erden

Dass durch Erde und Natur für uns alles vorhanden

Für unsere vergängliche, begrenzte Lebenszeit, die Zeit von War, Sein und Werden 

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                    05.08.2023

 

 

 


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