Foto:©Elisabeth Anton
Heimat, die Menschen haben noch nicht verstanden, wie wertvoll du bist
Ich genieße die Stille auf dem Heimatfriedhof, diese Ruhe, den Augenblick
Zwischen den Grabsteinen mit teils verwischten Namen
Ich drehe die Zeit auf „Ansiedlung“, auf Erinnerungen zurück
Die Zeit, wo unsere Ahnen ins weite, fruchtbare Land kamen
Sie erlebten Not, Krankheit, Tod, nicht nur weites Land
Viele gestorben, bis dieses Sumpfland urbar gemacht
Sie schufteten, opferten sich, starben, litten, reichten sich die Hand
Ihre Ziele waren mit Neuanfang bedacht
Sie kamen, ein besseres Leben zu führen
Sie machten diese reiche Erde zu ihrer Heimat
Breite Gassen, durch alle Orte führen
Dorf um Dorf, Stadt um Stadt entstanden, ihre Heimat
Sie mussten selbst, in Schwerstarbeit, ihre Behausungen bauen
Ihre Lehmhütten mit Stroh gedeckt, ihr ganzer Stolz
Jahrhunderte vergangen, voller Dank sie auf ihre Häuser schauen
Schon mit Ziegeln erbaut. Im Kachelofen loderte trockenes Holz
Jahre vergingen, Jahrhunderte auch
Die fünfte Generation der Ansiedlung, sie träumte von Freiheit
Aussiedlung! Heimat nur noch gelebter Erinnerungshauch
Wer hätte das gedacht, dass auch „Heimat“ nur für begrenzte Zeit
Die Menschen haben noch nicht verstanden
Warum wir geboren, welches unsere Pflichten auf Erden
Dass durch Erde und Natur für uns alles vorhanden
Für unsere vergängliche, begrenzte Lebenszeit, die Zeit von War, Sein und Werden
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
05.08.2023

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