Foto:©Elisabeth Anton
Blütenzauber heimatlicher Sommerzeit
In Gedanken sehe ich das Bild von unserem Garten
Da, wo jetzt der Sommer seine Farbenpracht gestreut
Da, wo Libellen von Blüte zu Blüte starten
Wo man sich mit dem kleinen Marienkäfer noch gefreut
Ich hielt ihn in meiner Hand. Er bewegte sich krabbelnd fort
Und schon war er auf meiner Fingerspitze oben
Er breitete seine Flügel aus. So majestätisch flog der Käfer fort
So oft durfte ich diese Schönheiten heimatlicher Natur loben
Da eine Biene, da eine Ameise, dort eine blühende Rose
Hier blühen die Geranien, dort duftet der saftige Klee
Auf der Wäscheleine, flatternd im Wind, trocknet die alte Hose
Bilder der Heimat! Wie tut doch manche Erinnerung so bitter weh
Daheim, es wird bald reife Tomaten geben
Neue Kartoffel haben schon großartig geschmeckt
Es scheint, am Himmel sich ein Gewitter zu erheben
Die Katze, so wohltuend, ihre Pfoten sauberleckt
Die Blumen duften zur lauen Sommerabendzeit
Alle Regenbogenfarben tragen sie in ihrem Blütenkleid. Welch Düfte-Meer
Sommer in meinem Hatzfeld, welch goldene Glückseligkeit
Meine Gedanken sind daheim. Meine Augen ein Tränenmeer
Blütenzauber in meiner Heimat, im elterlichen Garten
Akazienduft in der Spenglgass. Wie war es doch daheim so schön
Heimweh, bis der Weg nach Hause führt, musst du noch ein Weilchen warten
Aber heute, heute darfst du den Weg meiner Erinnerungen gehen
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
10.07.2004

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