Montag, 18. September 2023

Vater, für deine Liebe danke ich dir, bis heute

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Vater, für deine Liebe danke ich dir, bis heute       

Scheidungskinder                                            

 

Ein kleines Mädchen sitzt am Brunnenrand

Schaut dem Treiben der Bienen zu

In Gedanken ist sie weit. „Deine Hand

Vater, schon lange mir nicht mehr gereicht!“ Im Nu

 

Kniet sie vor dem Mahagonistrauch

Hört dem Summen der Bienen zu, weint

Ihre Tränen wortlos, genau wie der Rauch

Dort oben, wo Sonne den Schornstein küsst, leuchtend scheint

 

Sie denkt an ihren Vater, der sie geliebt

Tief im Herzen hat sie das immer gespürt

Er ist nicht mehr hier, das betrübt

Er hat sie in die Welt des Wissens oft entführt

 

Sie erinnert sich sehr gerne

An die Zeit mit Vater, diese Stunden

Jetzt, jetzt ist er nur noch ferne

Ihre kleine Seele voller Wunden

 

So oft hat sie ihn vermisst, genau wie sie

Ihre Großeltern, die weit weg gewohnt

Doch im Herzen waren sie ihr nah, wie Text und Melodie

Die Eltern ihres Vaters, mit ganz viel Liebe ihre Enkelin belohnt

 

Das kleine Mädchen wuchs heran

Ihrem Vater begegnete sie zu mancher Stunde

Schmerz und Erinnerungen, sie hielten an

Bis heute, tief in ihr, manche Wunde

 

Ihr Vater, obwohl dem Wein verfallen

Zeigte ihr seine Liebe, bis zu seinem Tod

Seine Gefühle, bis heute, tief in ihr hallen

Sie stand ihm immer zur Seite, wenn er in Not

 

Die Jahre eilten, das Leben gestohlen von der Zeit

Bis heute, denkt sie an ihren Vater, voller Ehrfurcht, zurück

Er war so anders als alle anderen, schenkte ihr Geborgenheit

Das kleine Mädchen, ihr Vater begleitete sie, auf jedem Wegestück

 

Als sie sich einst, in der Blüte ihrer Jugend, vermählt

Wünschte er ihr alles Glück der Welt

Sagte ihr, dass nur die Liebe zählt

Egal wie und was auf den Wegen uns bestellt

  

Heute, im Herbst ihres Lebens

Denkt sie, genau wie damals, an ihren Vater zurück

Seine Liebe, sie war ein Stern ihres Lebens

Auch wenn es in Scherben, das Familienglück

 

Ihr Vater, er blieb all der Jahrzehnte Zeit

Tief in ihrem Herzen, ihrer Seele, ihren Gedanken

Sie war so schön, so wohltuend, seine Geborgenheit

„Vater, dafür will ich dir, heute noch, danken!“

 

 ©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                    08.02.2016

 

 

 

 

 

 

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