Mittwoch, 7. Februar 2024

Mein Heimweh sagt es mir: „Es wird nie mehr wie daheim.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Mein Heimweh sagt es mir: „Es wird nie mehr wie daheim.“       

 

Wenn ich sie schließe, meine Augen

Schickt mir die Erinnerung ihre Bilder von zuhause

Heimweh kann alles aufsaugen

Mein Heimweh, es kennt keinerlei Pause

 

44 Jahre fern der Heimat, einem Ort

Wo einst meine Wiege stand, mein Elternhaus

Mein Heimweh führt mich hin, dort

Wo ich die ersten Schritte getan, wo ich einst zuhaus´

 

Jahrzehnte sind dahin, in Gedanken bin ich daheim

Erinnerungen malen ihre Bilder, ob im Haus, Hof, Gassen oder Garten

Mein Heimweh wird immer mein Begleiter sein

Ein Augenblick so bitterschwer, wo es hieß: „Jetzt starten!“

 

Dann ging es los, ein letzter Blick

Zu meinem Elternhaus, die verschlossene Tür

Ein allerletztes Mal schau ich zurück

Und sehe, wie wundervoll meiner Libellen Sommertanzkür

 

Hinter den Mauern, alle Zimmer besenrein, leer

Der Kachelofen steht wohl kalt und einsam da

Ställe, Schuppen, jeder Raum nur noch ein Erinnerungsmeer

Aussiedlung war zum Greifen nah

 

Die Reise ins Unbekannte hat begonnen

An der Ecke blieb ich stehen, schaute noch einmal zurück

Tränen haben mir jede Sicht genommen

Dort, wo ich einst gelebt des Lebens Werte, der Liebe Glück

 

Heimat aufopfern müssen, für die Freiheit

Obwohl ich ahnte, es wird nie mehr wie daheim

Erinnerungen beatmen mich oft, füllen Augenblicke meiner Zeit

Heimat, mein Heimweh sagt es mir: „Es wird nie mehr wie daheim.“

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  03.02.2024

 

 

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