Foto:©Elisabeth Anton
Hatzfeld, deine Kirche, der Hl. Florian, Friedhof, sie sind dir noch geblieben
Heimat, wie stumm du bist
Seit deine Menschen von „Aussiedlung“ berührt
Sie war begrenzt, auch deine Frist
Heimat, tief in mir, so oft, deine Macht ich gespürt
Es sind die Menschen, Orte, Jahreszeiten, ob Garten, Gassen, Feld
Es sind die Häusergiebel, jeder besondere Pflastersein
Dich hat es nur einmal gegeben, du meine Heimat Hatzfeld
Heimat, es wird nie mehr wie damals sein
Damals, wo die Werte des Lebens ein Heiligtum
Wo die Akazienbaumalleen Schönheit und Duft geschenkt
Meine Heimatjahrzehnte, welch unbezahlbarer Reichtum
So oft haben sie Freud und Traurigkeit gelenkt
Es war einmal Heimat, damals, in meiner Spengelgass´
Dort, wo der Blumengarten es geschmückt, mein Elternhaus
Man lebte weder Hautfarbe noch Nation, fern jedem Hass
Heimat, die Welt der edlen Werte, Sprache, Brauchtum, schon lange auf „Aus!“
Dort, wo einst mein Heimatglück
Wo Menschen sich begrüßt, ob Abend, Nachmittag oder am Morgen
Wo jeder wusste, er kehrt immer in sein Elternhaus, in die Heimat zurück
Wo man sie noch geteilt, Freud und Glück, Leid und Sorgen
Dort, wo die Sterne ein besonderes Funkeln, ihren einzigartigen Glanz
Wo der Heimatwind schmiegsam um jede Rose weht
Wo man Brauchtum gelebt, ob Musik, Feiertage, Maitanz
Dort, wo mitten im Zentrum, heute noch, der Hl. Florian steht
Er blieb felsenfest, in der Mitte der Stadt
Wo er jeden Tag die Glocken der Heimatkirchen hört
Hatzfeld, du warst einmal Zuhause, Daheim, Heimat
Träume nach Freiheit, unüberwindbare Stacheldrahtgrenzen, alles, alles zerstört
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
07.02.2024

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