Foto:©Elisabeth
Anton
Mein Beten half nicht, dein Tod kam viel zu früh
Wenn Alzheimer dein Schicksal
So oft stieg ich zum Gipfelkreuz hoch
Dem Himmel näher zu sein
Mich zu bedanken, dass ich aus dem tiefen Loch
Hochsteigen durfte, wo ich so kraftlos und allein
Weil ich nicht begreifen konnte, wollte nicht verstehen
Dass, dein Leben schon zu Ende
Du wolltest immer nur Wege voller Sinn und Licht begehen
Jedem, wer Hilfe gebraucht, reichtest du deine Hände
Für alle warst du da, zu allen Zeiten
Egal wie schwer, egal wo, wie, vom Schicksal eingeteilt
Nur, zu unseres Herbstes goldenen Ernteseiten
War alles zu Ende, dein Leben nicht mehr bei uns verweilt
Am Gipfelkreuz stehe ich auch bei Nacht, heute
Falte die Hände zum Beten, weine nach dir, deiner Nähe
So oft sagtest du: „Es gibt die Menschen und die Leute!“
Ich tat so, als ob ich nicht verstehe
Obwohl ich deine Worte alle verstanden
Du schautest in die Welt, so hoffnungsvoll, voller Zuversicht
Du sagtest mir immer, wann kommt, was, abhanden
Deine Worte tun weh, bis heute. Getäuscht hast du nicht
Alzheimer ließ all deine „Freunde“ verstummen, ob fern, ob nah
Seit deiner Erkrankung brauchten sie dich nicht
Selbst anrufen vermieden sie, egal ob fern, ob nah
Deine Alzheimer brachte alles, selbst die „wahren Freunde“ ans Licht
Nur wenige sind geblieben, seit deiner Alzheimer Krankheit
Nur die ehrlichen Freunde, sie vergaßen dich nicht
So lehrten sie uns mal wieder, Krankheit und die Zeit
Nur wahre Freundschaft scheitert selbst an einer Krankheit nicht
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
02.08.2024
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