Foto:©Elisabeth
Anton
Heiligabend bin ich bei dir, im Sternengarten der Ewigkeit
Wenn Alzheimer dein Schicksal wird
Sie schaut traurig zu ihrem Weihnachtsstern
So rot seine wunderschöne Blätterpracht
Obwohl längst verwelkt. In Gedanken ist sie weit, fern
Dort oben im Sternengarten, wo so finster seine Nacht
Sie denkt an ihre große Liebe, seine wärmende Umarmung
An seine einzigartige Liebe, seine Geborgenheit
Sie weiß, Leben ohne Liebe ist atmen ohne Hoffnung
So schwer, so bitter schwer, der Schmerz ihrer Traurigkeit
Warum, warum musste er schon gehen
Zu Ende seine Jahre, zur späten Herbstzeit
Sie kann nur beten und weinen, dankbar vor dem Himmel stehen
Dankbar, für all die Jahrzehnte ihrer glücklich gelebten Zweisamkeit
Sie schaut zur Blume, zu ihrem Weihnachtsstern. Er weint
Verwelkt steht er da, auch an ihm zieht sie vorbei, die Zeit
Ob dunkle Wolken, ob Sturm, Wind oder ob die Sonne scheint
Ihre Gedanken weilen bei ihm, dort oben, im Sternengarten der Ewigkeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
14.12.2024
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