Foto:©Elisabeth
Anton
So schnell waren all die Jahrzehnte dahin, für alle
Die Zeit, sie ist unbarmherzig
Ich stehe vor unserem Grab
Sie kennen ihren Weg, meine unaufhaltsamen Tränen
Ich schicke mein Sehnen tief hinab
Versuche, meinen Schmerz nicht zu erwähnen
Hier liegen sie, vor mir, ruhen aus
Sie ruhen aus, in ihrem ewigen Schweigen
Ich weine bitterlich, denke an Heimat und Zuhaus´
An Stunden, wo alle noch gelebt, das Glück ein Blumenreigen
Ich bete für jeden ein Vaterunser, schau zum Himmelszelt
Meine Tränen verschleiern mir jede Sicht
Wie hart das Leben, wenn es Schmerz und Trauer wählt
Die Rosen in meinen betenden Händen, mehr spüre ich nicht
Ich sehe nur, wie schnell es Winter war
Herbstzeit, Welken, eisige Winterzeit
So schnell aller Leben zu Ende war
So bitter dieser Schmerz, so schwer zu ertragen, diese meine Traurigkeit
Ich stelle die Rosen in die Vase, zünde die Kerzen an
Meine Gedanken formen mir die Traumwelt vergangener Zeit
Nichts, nichts fängt mehr von vorne an
Alles dahin, dahin meiner Lieben Lebenszeit
Meine Großeltern, meine Mutter, mein Mann
Sie ruhen aus. Ich weiß, dass sie auf mich warten
Ich schick mein Sehnen hinab. Nie mehr fängt „unsere Zeit“ von vorne an
Ich bete und weiß, sie ruhen aus, in der Umarmung von Himmel und Sternengarten
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
03.12.2024
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