Samstag, 14. Dezember 2024

So schnell waren all die Jahrzehnte dahin, für alle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

So schnell waren all die Jahrzehnte dahin, für alle 

Die Zeit, sie ist unbarmherzig                                                

 

Ich stehe vor unserem Grab

Sie kennen ihren Weg, meine unaufhaltsamen Tränen

Ich schicke mein Sehnen tief hinab

Versuche, meinen Schmerz nicht zu erwähnen

 

Hier liegen sie, vor mir, ruhen aus

Sie ruhen aus, in ihrem ewigen Schweigen

Ich weine bitterlich, denke an Heimat und Zuhaus´

An Stunden, wo alle noch gelebt, das Glück ein Blumenreigen

 

Ich bete für jeden ein Vaterunser, schau zum Himmelszelt

Meine Tränen verschleiern mir jede Sicht

Wie hart das Leben, wenn es Schmerz und Trauer wählt

Die Rosen in meinen betenden Händen, mehr spüre ich nicht

 

Ich sehe nur, wie schnell es Winter war

Herbstzeit, Welken, eisige Winterzeit

So schnell aller Leben zu Ende war

So bitter dieser Schmerz, so schwer zu ertragen, diese meine Traurigkeit

 

Ich stelle die Rosen in die Vase, zünde die Kerzen an

Meine Gedanken formen mir die Traumwelt vergangener Zeit

Nichts, nichts fängt mehr von vorne an

Alles dahin, dahin meiner Lieben Lebenszeit

 

Meine Großeltern, meine Mutter, mein Mann

Sie ruhen aus. Ich weiß, dass sie auf mich warten

Ich schick mein Sehnen hinab. Nie mehr fängt „unsere Zeit“ von vorne an

Ich bete und weiß, sie ruhen aus, in der Umarmung von Himmel und Sternengarten

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   03.12.2024

 

 

 

 

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