Foto:©Elisabeth Anton
Der artesische Brunnen meiner Heimat, dort hinter Kaul und Kanal
Ein leises Rieseln aus dem Wald
Kann ich in dieser Stille hören
Von der Quelle, wie klar ihr Wasser, wie es hallt
Kannst du die Zaubermelodie des Quellwassers hören
Erinnerungen werden wach, an daheim, mein Elternhaus
An unseren artesischen Brunnen, Treffpunkt für Jung und Alt
Heimweh, du bringst mich mal wieder zurück, nach Haus´
Ich erinnere mich, wie es damals so eiskalt
Eisig kalt, am artesischen Brunnen zu warten
Mit Mütze, Schal, Handschuhe, die Gießkannen fest in der Hand
So fern, der Duft von Felder, Wiesen, Blumengarten
Das Wasser lief stetig, ob Sommerhitze ob Schneeflockenland
Man ging die Treppen runter, wo Wasser floss, aus dem uralten Rohr
Manchmal die Treppen voller Eis und Schnee
Weit der Weg nach Hause, bis zum Gassentor
Bei dieser eisigen Kälte taten die Finger oft weh
Diese Gießkannen, was waren sie so schwer
So weit, sie bis nach Hause zu tragen
Manchmal auch Wasser verloren, Gießkannen nicht ganz leer
Heimatjahre, welch Reichtum an Antwort und Fragen
Manchmal floss das gute artesische Wasser entlang der Eiszapfen
Die sich überall gebildet, weil so bitter eisig die Winterzeit
Zuhause warteten Großi´s duftende Krapfen
Heimatjahrzehnte, welch einzigartig reiche Schönheit
Der artesische Brunnen, dort hinter Kaul und Kanal
Erinnert mich, wie schön sie war, die damalige Zeit
Heimat, Heimat, dich gibt es kein zweites Mal
Nie mehr diese Jahrzehnte, nie mehr deine Heimatgeborgenheit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
06.01.2025

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