Sonntag, 12. Januar 2025

Der artesische Brunnen meiner Heimat, dort hinter Kaul und Kanal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Der artesische Brunnen meiner Heimat, dort hinter Kaul und Kanal    

 

Ein leises Rieseln aus dem Wald

Kann ich in dieser Stille hören

Von der Quelle, wie klar ihr Wasser, wie es hallt

Kannst du die Zaubermelodie des Quellwassers hören

 

Erinnerungen werden wach, an daheim, mein Elternhaus

An unseren artesischen Brunnen, Treffpunkt für Jung und Alt

Heimweh, du bringst mich mal wieder zurück, nach Haus´

Ich erinnere mich, wie es damals so eiskalt

 

Eisig kalt, am artesischen Brunnen zu warten

Mit Mütze, Schal, Handschuhe, die Gießkannen fest in der Hand

So fern, der Duft von Felder, Wiesen, Blumengarten

Das Wasser lief stetig, ob Sommerhitze ob Schneeflockenland

 

Man ging die Treppen runter, wo Wasser floss, aus dem uralten Rohr

Manchmal die Treppen voller Eis und Schnee

Weit der Weg nach Hause, bis zum Gassentor

Bei dieser eisigen Kälte taten die Finger oft weh

 

Diese Gießkannen, was waren sie so schwer

So weit, sie bis nach Hause zu tragen

Manchmal auch Wasser verloren, Gießkannen nicht ganz leer

Heimatjahre, welch Reichtum an Antwort und Fragen

 

Manchmal floss das gute artesische Wasser entlang der Eiszapfen

Die sich überall gebildet, weil so bitter eisig die Winterzeit

Zuhause warteten Großi´s duftende Krapfen

Heimatjahrzehnte, welch einzigartig reiche Schönheit

 

Der artesische Brunnen, dort hinter Kaul und Kanal

Erinnert mich, wie schön sie war, die damalige Zeit

Heimat, Heimat, dich gibt es kein zweites Mal

Nie mehr diese Jahrzehnte, nie mehr deine Heimatgeborgenheit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 06.01.2025

 

 

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