Die Sprache
Die
Sprache, sie ist
das
Spiegelbild des Sprechenden,
das
Spiegelbild des Schreibenden.
Die
Sprache, sie ist
das
Spiegelbild von Wissen
und
Wortschatzreichtum,
wenn der Sprechende,
der Schreibende,
ihre
Erfahrungen preisgeben,
Gedanken-
und Gefühlswelt auf Papier festhalten.
Die
Sprache, sie ist
wie
explodierende Macht
oder
stilles Beschreiben.
Die
Sprache, sie,
sie lähmt
oder sie belebt,
sie baut
auf oder ist niederschmetternd,
wenn sie
wundervolle Gemälde zeichnet
oder alles
wie Kahlschlag und Ruine hinterlässt –
je nachdem,
welche Worte, wofür, wie gewählt.
Die
Sprache, sie ist die Feder der Seele,
der
Taktstock von Wissen und Gefühl,
in
unübersehbarer Kürze oder im seitenreichen Roman.
Die
Sprache, sie lässt alles beschreiben,
wenn ihre
Worte sich auf ein Blatt Papier schmiegen -
je nachdem,
wie der Schreibende sie zusammengefügt.
Die
Sprache, sie ist
Stempel und
Siegel einer Zivilisation –
ob ihr Wortwahlgefüge
ein Meisterwerk der Kunst
oder eines
des Kahlschlags…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
17.04.2018
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