Heimat, deine Zeit…
Hatzfeld
war meine Heimat, meine Welt,
ausgeklammert, für mich, aus diesem Diktatursadismus
Weit über
die Heide, über dieses Stück Gottesland
Breitet
sich meiner Heimat goldene Einzigartigkeit
Überall
Blumen, Bäume, unbeschreibliches Farbenband
So schnell war
sie dahin - deine, unsere Zeit
So rasend eilten
die Jahre in deinem Schoße dahin
So
vergänglich, dein mir vertrautes Gesicht
Ich fühle
mich wie deines Heimwehs Bettlerin
“Deine
Geschichte” zu verstehen, versuche ich nicht
Ein Wenn
und Aber, ein Warum und Dafür
Die Wege
deiner Geschichte, über vieler Jahre Zeit
Es öffnete
und schloss sich, stumm und lautlos, manche Tür
Ich spüre,
sehe sie heute noch, deiner Menschen ehrliche Einmaligkeit
Blumen,
Tiere, Bäume, Felder und Fluren
Reichtum,
soweit mein Auge schaut
Heute,
wandern meine Erinnerungen in alten Spuren
Zu
Menschen, an Orte, die mir einst lieb und vertraut
Alles hat
es bei dir gegeben – ein Gottesgarten
Deine Ahnen
haben geschuftet, die Natur hat sie belohnt
In Gedanken
spaziere ich durch Großmutters Garten
Da, wo ich als
Kind einst gespielt, gelernt, gewohnt
Heimat!
Deine Zeit drehte ihren Zeiger zu schnell, für mich
Die Jahrzehnte
vergangen, wie des Herbstes Blättertanz
Alles so
lange her, so spürbar vergänglich
Manches
noch erhalten, manches verschwunden ganz
Heimat, so
schnell war sie dahin - unsere, deine Zeit
Wundervolle
Erinnerungsbilder, meiner Seele treu erhalten
Die Zeit in
meiner Heimat, welch einzigartige Geborgenheit
Allmächtig,
weil sie nie vergehen, diese Heimwehgewalten...
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
29.06.2003
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