Ein Koffer aus der Heimat
Heimat,
alles in einem Koffer
Den Rest im
Herzen, meiner Gedankenwelt
Für
Freiheit, dafür musste man Heimat opfern
Nur dieser
eine Weg, dieser Diktatur zu entkommen
Gekämpft,
gelitten, verzweifelt
Bis endlich
der Pass in der Hand
Alles
verkaufen oder verschenken
Was
mehrerer Generationen Fleiß, Aufopferung
Die
Stunden, Tage, bis das Haus „besenrein“
Die kann
man nur schwer beschreiben
Alles weg,
alles fort, alles leer
Mit einem
Koffer in der Hand, sonst nichts
Ein letztes
Mal schau ich über Hatzfeld
Ein letztes
Mal zum großen Tor am Haus
Schau durch
die Gassen, weit
Stell den
Koffer noch einmal auf Heimaterde
Dann fiel
der Vorhang
Alles war
weg, nichts mehr greifbar
Alles,
alles nur noch Erinnerung
Und Hoffen,
dass die Reise gelingt
Wohin, das
wusste man nicht genau
Warum wir
gegangen, wer glaubt es schon
Tausend
Kilometer weit, fern der Heimat
Angekommen,
wo ersehnte Freiheit sichtbar
Dieser eine
Augenblick, fremder als die fremdeste Fremde
Nur gut,
ich hatte „den Koffer aus der Heimat“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
19.10.2015
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