Freitag, 8. Juni 2018

Sie sind die Straßenkinder...


Sie sind die Straßenkinder…                      

Sie sind die Straßenkinder, vergessen von der Menschheit
Vom Schicksal, vom Alltag, leider übersehen
Sie haben kein Zuhause, keinen Sinn für Gefühle und Zeit
Ihre Wege, von Tag zu Tag, nur Richtung Überleben gehen

Sie sind die Kinder der Straße, von der eiskalten Welt vergessen
Nur vom Himmel umarmt, in eisig dunkler Nacht
Wie kann die Menschheit, euch Kinder, nur vergessen
Was haben Lügen, Machtgier, Luxus, aus unserer Welt gemacht

Sie sind die Kinder der Straße, hungernd bis spät in die Nacht
Sie kämpfen, jeden Augenblick, ums Überleben
Oh, Menschen! Was habt ihr nur aus unserer Welt gemacht
Es ist genug für alle da, man muss es nur allen auch geben

Sie sind die Straßenkinder, manchmal schon im Elend geboren
Sie sind die Schwächsten - ohne Macht, ohne Daheim, ohne Glück
Und jedes von ihnen hat alles, alles verloren
Der Weg heißt Überleben. Abends kehrt keines nachhause zurück

Ihr Mächtigen! Am Rande der Straße überleben Kinderherzen
Schaut mal in diese Augen! Zerbricht es da nicht, euer Herz
Wieso duldet die Welt dieser Kinderseelen unvorstellbare Schmerzen
Habt ihr, ihr Mächtigen da oben, wirklich keinerlei Verstand, kein Herz

Sie sind die vergessenen Straßenkinder unserer Welt
In einer Zeit modernster Technik. Luxus, Reichtum - die andere Seite
Ihr Mächtigen da oben, noch keiner sich die Frage gestellt
Warum eure Blicke nicht mal Richtung „Armutsstraßenweite“

Hungernde Kinder, kein Zuhause, frierende Herzen, traurige Augen
Betteln, wühlen täglich im Dreck, für ein Stück Brot
Warum müssen "sie" nur traurig sein, diese unschuldigen Kinderaugen
Weil die Herzen der Mächtigen aus Eis, egal wie groß der Kinder Not

Menschheit, Himmel und Schicksal, ich flehe euch an
Stellt ein Gleichgewicht her, zwischen Armut und skrupellosem Reichtum
Schaut euch doch mal die unschuldigen Kinderaugen an
Hungernde Seelen, Gefühle, in unerklärbar traurigem Siechtum

Sie sind die Straßenkinder unserer Welt. Denkt auch mal an sie
Ihr Mächtigen! Teilt endlich, auch von eurem großen Laib Brot
Langsame Winde wehen. Bald spielt die Erde uns ihre Melodie
Vom Zerfall der Menschheit, von ihrem stillen, leisen Tod

Lasst sie nicht hungern, die hilflosen Kinder unserer Welt
Sie sind unschuldig - ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter
Haben Menschheit, Schicksal oder die Mächtigen unserer Erde diese Tragödien „bestellt“
Welch Schande unserer Zeit, unsere hungernden, einsamen, vergessenen  Straßenkinder…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld - 21.04.2004

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