Dienstag, 19. März 2019

Des Dichters Muse


















Des Dichters Muse                      





Sie ist älter geworden, des Dichters Muse

Jahrzehnte und Schicksale haben sie geprägt

Der Herbst zog ihr sie an, ihre vorletzte Bluse

Bevor sich ihr Weg Richtung Winter bewegt



Das Leben war nie leicht für sie

Stürme von Leid und Schmerz waren ihr Sein

Sehnte sich nach des Lebens wertvollster Symphonie

Wo immer auch die Sonne, sie war mit ihren Tränen allein



Sie trug ihre Schicksale mit Würde und ihren Tränen

Über Jahrzehnte hat sie, in jeder Nacht, geweint

Wollten ihre Gedanken den Weg von Schmerz erwähnen

Blieb sie stark, die Hoffnung nie verneint



Im Rausch von unerträglichem Leid und Sehnsucht

Weinte sie an jedem Abend, in der Nacht, am Morgen

Nie resigniert, nichts und niemanden verflucht

Verwöhnte ihre Schicksale, umarmte Leid, Schmerz, Sorgen



Schaut sie mal zurück auf ihr zufriedenes Leben

Erinnern schöne Stunden an die Sommerblumen-Pracht auf ihrer Bluse

Das Leben hat ihr viel Leid, Schmerz und Freud gegeben

Wenn auch im Herbst ihres Lebens, sie blieb des Dichters Muse…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

         18.03.2019


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