Des Dichters Muse
Sie ist älter geworden, des Dichters Muse
Jahrzehnte und Schicksale haben sie geprägt
Der Herbst zog ihr sie an, ihre vorletzte
Bluse
Bevor sich ihr Weg Richtung Winter bewegt
Das Leben war nie leicht für sie
Stürme von Leid und Schmerz waren ihr Sein
Sehnte sich nach des Lebens wertvollster
Symphonie
Wo immer auch die Sonne, sie war mit ihren
Tränen allein
Sie trug ihre Schicksale mit Würde und ihren
Tränen
Über Jahrzehnte hat sie, in jeder Nacht,
geweint
Wollten ihre Gedanken den Weg von Schmerz erwähnen
Blieb sie stark, die Hoffnung nie verneint
Im Rausch von unerträglichem Leid und
Sehnsucht
Weinte sie an jedem Abend, in der Nacht, am
Morgen
Nie resigniert, nichts und niemanden verflucht
Verwöhnte ihre Schicksale, umarmte Leid,
Schmerz, Sorgen
Schaut sie mal zurück auf ihr zufriedenes
Leben
Erinnern schöne Stunden an die Sommerblumen-Pracht
auf ihrer Bluse
Das Leben hat ihr viel Leid, Schmerz und
Freud gegeben
Wenn auch im Herbst ihres Lebens, sie blieb des
Dichters Muse…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
18.03.2019
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