Montag, 18. März 2019

Morgengedanken

















Morgengedanken



                       

Schweigend graut der Morgen, in aller Stille

Wolkenberge reichen sich die Hand

Was lebe ich heute – Traum oder Wille

Wandern Gedanken zum Gipfelkreuz oder Meeressand



Ich genieße die Stille am Morgen

Sie lässt mich Gedanken aufs Papier schreiben

Wörter fragen nicht nach Glück oder Sorgen

Sie wissen, ihre Bedeutung wird immer bleiben



Vögel zwitschern, wiegen sich in den Baumkronen

Mal der Ast oben, mal unten. So schön der Augenblick

Wo sie heute wohl noch landen, wohnen

Die Liebe, die Freude, Zufriedenheit, das Glück



Diese Stille, sie ruft Erinnerungen zurück

Als ob ich sie eben gelebt, mich erfreut, sie gespürt

So schnell ziehen die Wolken davon, ohne Zurück

Selbst der Himmel die Vergänglichkeit des Augenblicks berührt



Im steten Sein von Augenblick und Stunden

Rennt sie uns stumm und still davon, die Zeit

Jeder Tag sein Licht, Schatten, Glück, die Wunden

Doch tief im Herzen, da wohnt sie, die Zufriedenheit



Kannst Du im Leben zufrieden sein

Auch wenn die Waage des Glücks aus dem Gleichgewicht

Dann bist du nie wirklich mutterseelenallein

Wer Zufriedenheit leben kann, vergeudet seine Zeit nicht…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

        14.03.2019


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