Morgengedanken
Schweigend graut der Morgen, in aller Stille
Wolkenberge reichen sich die Hand
Was lebe ich heute – Traum oder Wille
Wandern Gedanken zum Gipfelkreuz oder
Meeressand
Ich genieße die Stille am Morgen
Sie lässt mich Gedanken aufs Papier schreiben
Wörter fragen nicht nach Glück oder Sorgen
Sie wissen, ihre Bedeutung wird immer bleiben
Vögel zwitschern, wiegen sich in den Baumkronen
Mal der Ast oben, mal unten. So schön der
Augenblick
Wo sie heute wohl noch landen, wohnen
Die Liebe, die Freude, Zufriedenheit, das
Glück
Diese Stille, sie ruft Erinnerungen zurück
Als ob ich sie eben gelebt, mich erfreut, sie
gespürt
So schnell ziehen die Wolken davon, ohne
Zurück
Selbst der Himmel die Vergänglichkeit des Augenblicks
berührt
Im steten Sein von Augenblick und Stunden
Rennt sie uns stumm und still davon, die Zeit
Jeder Tag sein Licht, Schatten, Glück, die
Wunden
Doch tief im Herzen, da wohnt sie, die
Zufriedenheit
Kannst Du im Leben zufrieden sein
Auch wenn die Waage des Glücks aus dem
Gleichgewicht
Dann bist du nie wirklich mutterseelenallein
Wer Zufriedenheit leben kann, vergeudet seine
Zeit nicht…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
14.03.2019
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