Nur ein Leben - ob reich, ob arm der Mensch
Oft, mit meinem Großvater erzählt
Über seine Zeit voller Angst und Kälte, an
der Front
Wo keiner sein Schicksal eigens gewählt
Ob Sonnenschein vom Himmel geschickt, Regen
oder Mond
Wir haben über der Reichen Träume diskutiert
Auch darüber, wovon die Armen träumen
Er hat so gerne mit seiner Harmonika musiziert
Sagte mir immer: „Wenn du einsam, musst du träumen.“
So oft sagte er, in aller Bescheidenheit
„Die Reichen, sie sehen gar nicht, was sie
alles haben
Und wenn sie mal toben - die Natur, Erde und
Zeit
Träumen die Armen auch nur von notwendigen
Alltagsgaben
Die Reichen, sie träumen ihre Besitztümer zu
vermehren
Immer mehr, mit grenzenloser Skrupellosigkeit
Die Armen, sie träumen von Überleben, Lieben,
Umarmen, Ehren
So unterschiedlich sind die Menschen, wo jeder
nur eine Lebenszeit
Und wenn, eines Tages, die Erde so richtig bebt
Oder der letzte Vorhang für jeden von uns
fällt
Dann erst weiß jeder, was er versäumt, was er
gelebt
In Wahrheit, uns allen, nur ein Reichtum
bestellt -
Das Leben…“, sagte Großvater
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
16.03.2019
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