Montag, 18. März 2019

Nur ein Leben - ob reich, ob arm der Mensch


















Nur ein Leben - ob reich, ob arm der Mensch         





Oft, mit meinem Großvater erzählt

Über seine Zeit voller Angst und Kälte, an der Front

Wo keiner sein Schicksal eigens gewählt

Ob Sonnenschein vom Himmel geschickt, Regen oder Mond



Wir haben über der Reichen Träume diskutiert

Auch darüber, wovon die Armen träumen

Er hat so gerne mit seiner Harmonika musiziert

Sagte mir immer: „Wenn du einsam, musst du träumen.“



So oft sagte er, in aller Bescheidenheit

„Die Reichen, sie sehen gar nicht, was sie alles haben

Und wenn sie mal toben - die Natur, Erde und Zeit

Träumen die Armen auch nur von notwendigen Alltagsgaben



Die Reichen, sie träumen ihre Besitztümer zu vermehren

Immer mehr, mit grenzenloser Skrupellosigkeit

Die Armen, sie träumen von Überleben, Lieben, Umarmen, Ehren

So unterschiedlich sind die Menschen, wo jeder nur eine Lebenszeit



Und wenn, eines Tages, die Erde so richtig bebt

Oder der letzte Vorhang für jeden von uns fällt

Dann erst weiß jeder, was er versäumt, was er gelebt

In Wahrheit, uns allen, nur ein Reichtum bestellt -



Das Leben…“, sagte Großvater



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

           16.03.2019




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