Mein erster Gedanke…
Heimat, wäre ich jetzt zuhause, bei dir
Hätte der Zauber vom silbern leuchtenden Rauch mich längst
erquickt
Welch Wohltat, dieser Geruch von Holz, Winterlandschaft,
Formenzier
Welch wunderbares Glück, wenn Heimweh das Herz mit Heimatschönheit
bestickt
Ich hätte längst dem Vieh sein Futter getragen
Vom Schweinestall her, bedrückend gähnende Leere
Dem Hund, der Katze, könnte ich „Guten Morgen!“ sagen
Wenn sie bei mir. Erinnerung, dein Schiff grüßt die fernen
Meere
Längst hätte ich die Wege im Hof und Gass´ gekehrt
Längst meinen Schneemann begrüßt, der im Hof allein
Schon lange alles dahin. Nichts davon mehr wiederkehrt
Heimat, was kann deine Geschichte so traurig sein
Wäre ich jetzt zuhause, in meiner Heimat, daheim
Stünde ich bestimmt vor der faszinierenden Winterzauberzeit
Der alte Brunnen, so schön eingeschneit, wie ein Vogelhaus
Und wunderbar der Gartenzaun, in seinem glitzernden
Schneeflockenkleid
Lange, kristalline Eiszapfen, so gläsern an der alten
Dachrinne
Die ihre Tränen verlieren, wenn bald die Sonne scheint
Sonnenaufgang. Im Holzschuppen ein Naturschauspiel – das Netz
einer Spinne
Zeigt mir die Macht von Natur und Göttlichkeit. Mein Herz glücklich
weint
Mein erster Gedanke, mich heute nach Hause geführt
Heim, dorthin, wo ich geboren, gelebt, meine Wiege stand
Heimweh, was hast du mich mal wieder sanft berührt
Bilder erzählen mir ihre Geschichten, dennoch Schweigen an
der Wand
Der Taubenschlag ist so wundervoll eingeschneit
Im Ofen duftet es schon, das knisternde lodernde Holz
Der Himmel hat mein Zuhause längst eingeweiht
Mit Ewigkeitstränen. Heimat, mein Heimweh gehört dir, wie mein
Stolz
Stolz, dass du das schönste, einzigartigste Fleckchen der Erde,
dieser Welt
Stolz, dass du der Geschichte Macht getrotzt, irgendwie ein
Stück Heimat erhalten
Stolz, dass du in den Stürmen des Lebens noch immer mein
Hatzfeld
Mein Heimweh umarmt dich, Erinnerung behält dich, trotz
höherer Gewalten…
©Elisabeth Anton, Speyer
/ Hatzfeld
01.01.2009

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