Dienstag, 21. Mai 2019

Mein erster Gedanke...



















Mein erster Gedanke…   

           



Heimat, wäre ich jetzt zuhause, bei dir

Hätte der Zauber vom silbern leuchtenden Rauch mich längst erquickt

Welch Wohltat, dieser Geruch von Holz, Winterlandschaft, Formenzier

Welch wunderbares Glück, wenn Heimweh das Herz mit Heimatschönheit bestickt



Ich hätte längst dem Vieh sein Futter getragen

Vom Schweinestall her, bedrückend gähnende Leere

Dem Hund, der Katze, könnte ich „Guten Morgen!“ sagen

Wenn sie bei mir. Erinnerung, dein Schiff grüßt die fernen Meere



Längst hätte ich die Wege im Hof und Gass´ gekehrt

Längst meinen Schneemann begrüßt, der im Hof allein

Schon lange alles dahin. Nichts davon mehr wiederkehrt

Heimat, was kann deine Geschichte so traurig sein



Wäre ich jetzt zuhause, in meiner Heimat, daheim

Stünde ich bestimmt vor der faszinierenden Winterzauberzeit

Der alte Brunnen, so schön eingeschneit, wie ein Vogelhaus

Und wunderbar der Gartenzaun, in seinem glitzernden Schneeflockenkleid



Lange, kristalline Eiszapfen, so gläsern an der alten Dachrinne

Die ihre Tränen verlieren, wenn bald die Sonne scheint

Sonnenaufgang. Im Holzschuppen ein Naturschauspiel – das Netz einer Spinne

Zeigt mir die Macht von Natur und Göttlichkeit. Mein Herz glücklich weint



Mein erster Gedanke, mich heute nach Hause geführt

Heim, dorthin, wo ich geboren, gelebt, meine Wiege stand

Heimweh, was hast du mich mal wieder sanft berührt

Bilder erzählen mir ihre Geschichten, dennoch Schweigen an der Wand



Der Taubenschlag ist so wundervoll eingeschneit

Im Ofen duftet es schon, das knisternde lodernde Holz

Der Himmel hat mein Zuhause längst eingeweiht

Mit Ewigkeitstränen. Heimat, mein Heimweh gehört dir, wie mein Stolz



Stolz, dass du das schönste, einzigartigste Fleckchen der Erde, dieser Welt

Stolz, dass du der Geschichte Macht getrotzt, irgendwie ein Stück Heimat erhalten

Stolz, dass du in den Stürmen des Lebens noch immer mein Hatzfeld

Mein Heimweh umarmt dich, Erinnerung behält dich, trotz höherer Gewalten…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

           01.01.2009






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