Nur ein Ast am Baume
der Vergänglichkeit
Warum dein Leben so und nicht anders verlaufen
Frage nicht, du wirst keine Antwort bekommen
Gesundheit, Alter, Schicksal – man kann sie nicht kaufen
Auch die Erde mal Sonne, Regen, Wärme, mal Schnee bekommen
Und glaube niemals, glaube ja nicht
Du würdest es besser tun, hätte das Rad sich anders gedreht
Niemand bestimmt seine Dunkelheit, niemand sein Licht
Du spürst doch den lauen Wind auch erst, wenn er weht
Wer weiß es schon, warum manches dir geschehen
Warum dir Sorgen aufgelastet, Glück, Freude, Leid
Keiner von uns wird seinen Weg zweimal gehen
Und gäbe es ein zweites Mal, wozu wärest du bereit
Hinterher, spricht nur deine gelebte Erfahrung
Hinterher weiß jeder es besser, man stets denkt
Die Wege, die wir gehen, sind geboren für die Erinnerung
Nur wird nie jemand wissen, wer unser Schicksal lenkt
Unsere Schicksale - unseres Lebens unerklärbare Wirklichkeit
Keiner weiß, warum sein Leben so und nicht anders verlaufen
Wir sind nur blühender und welkender Ast am Baume der
Vergänglichkeit
Gesundheit, Glück, Freude oder Traurigkeit – nie zu
vererben, nie zu kaufen
©Elisabeth Anton, Speyer
/ Hatzfeld
29.01.2009

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