Sonntag, 9. Juni 2019

Augenblick, umarme ihn



 
Augenblick, umarme ihn





Der Augenblick, welch Stille im Sein

Küsst der Wind die sich wiegenden Äste

Ein Vogel dort, er singt allein

Von weit her, als ob er viele Gäste



Er zwitschert durch Zeit und Raum

Lässt den Augenblick ein Konzertsaal sein

Manch einer in Gedanken, nah seinem Traum

Der andere weint irgendwo, allein



Der Augenblick, welch Vielfalt von Gefühl, Zustand

Mal Stille der Gedanken, mal Gefühlsflut

Reiche der Zeit dein Herz, Sinn und Hand

Du wirst sehen, es wird alles spürbar gut



Der Augenblick tröstet und versteht dich

Er trägt dich - ob du im Glück, ob im Leid

Augenblick, verwöhne ihn, male ihn göttlich

Umarme ihn, als deines Lebens spürbar gelebte Zeit



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

            08.06.2019




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