Wenn der Tag noch bleiben will
Der Tag strahlt in seiner ganzen Pracht
Der Wind lässt sanft die Blätter tanzen
Die Sonne zeigt noch ihre letzte Macht
Käfer, Insekten sich langsam verschanzen
Alles denkt an baldige Ruhezeit
Der Abend geneigt vom Zeiger der Uhr
Nur die Sonne, sie strahlt in voller Echtheit
Von der Nacht noch keine Spur
Die Meise zum letzten Mal am Baumstamm pickt
Sperlinge längst beendet ihr Abendkonzert
Die Uhr der Vergänglichkeit, wie unhörbar sie tickt
Obwohl zu sehen, der Augenblick als Seelenwert
Der Tag kämpft mit aller Gewalt
Reicht der Nacht noch nicht seine Hand
Im Leben wird immer, für alles, bezahlt
Ob dein Traum aus Glas, Marmor, Ton oder Sand
Die Bäume lassen ihrer Blätterpracht freien Raum
Wenn sie graziös im Winde sich wiegen
Ob die Nacht Stille, Schlaf beherbergt oder Traum
Das werden alle wissen, die sich in den Armen liegen
Der Zeiger der Uhr, er lebt, er dreht sich
Stunden eilen, so auffallend leise, so still
So bewegend der Augenblick, wenn ersichtlich
Wie gerne der Tag noch bleiben will…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
08.06.2019
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