Sonntag, 16. Juni 2019

Irgendwie, irgendwann...



















Irgendwie, irgendwann…                                  

   Alzheimer-Jahre



Niemand trocknet meine Tränen

Ob das Leben ungerecht oder gerecht

Das Glück, tief im Herzen, noch lange zu erwähnen

Ohne mich zu fragen, was richtig, was ungerecht



Keine Waage bleibt immer im Ungleichgewicht

Hebt sich die eine Schale, wird sie irgendwann wieder unten sein

Immer nur Glück oder immer nur Leid, das gibt es nicht

Irgendwann scheint auch Licht in deine Seele hinein



Irgendwann rächt sich alles im Leben

Mal Freude, mal Tränen, mal Lachen, mal Leid

Eine Waagschale nur oben, nur unten, das wird es nie geben

Alles rächt sich im Leben, irgendwann, mit der Zeit



Irgendwann welken die schönsten Rosen

Irgendwann blüht das läutende Schneeglöckchen

Irgendwann füllen und leeren sich die Dosen

Mal neu, mal alt, auch das selbstgestrickte Söckchen



Irgendwie hält das Leben für dich ein Gleichgewicht

Kannst du das auch nicht gleich erkennen

Irgendwann mal jede Rose mit ihren Dornen sticht

Flut ohne Ebbe, Schatten ohne Licht, das gibt es im Leben nicht…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

             21.02.2006





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