Für „Freiheit“
- dafür mussten sie „Heimat“ opfern
Heimat, ich will es nicht glauben
Nicht verstehen, nicht wahrhaben
Dass „Geschichte“ fähig, Heimat zu rauben
Mit all ihren einst so reichen, so edlen Gaben
Heimat, was haben wir geschuftet, deine Ahnen
Geopfert Gesundheit, Kraft, Träume, ihr Leben
Dann, „die Anderen“, mehrmals, mit brachialer Gewalt absahnen
Heimat, welch Schicksal dir und deinen Menschen gegeben
Unfassbar, wozu Politik und Macht fähig
Wenn Menschen einfach nur Freiheit suchen
Heimat, ich weiß, nichts hält für immer und ewig
Einäscherung von Heimat, das dürfte Geschichte nie buchen
Heimat, ausgelöscht eine Generationensymphonie
Sprache, Brauchtum, das Deutschtum – es gibt sie nicht mehr
Wo einst des Windes Lieder der Menschen Heimatmelodie
Wo Leben getobt, da ist alles so still, so öd, einsam und leer
Heimat, ausgelöscht deiner Häuser reiches Leben
In den Gassen keine Gänse, Ziegen. Kinder spielen dort nicht mehr
Der Idylle deiner Deutschen, hat man mit einem Schlussstrich gegeben
Was sich „Freiheit“ nennt, nachdem ihr Zuhause „besenrein leer“
Heimat, wie schön sie war, deine Natur, deiner Menschen Welt
Fernab jeglicher Machtzentrale, diese geheim gelebte Eigenartigkeit
Heimat, weil grausames Los deinen Menschen und dir bestellt
Über zwei Jahrhunderte nur, hielt deiner Ansiedler Geschichte, Blütezeit
Heimat, du mein edles, einst so schönes Hatzfeld
Welch reiche Erinnerungen, aus unserer heimatlichen Welt
Wo einst so wunderbar deine Gassen beleuchtet, vom Sternenzelt
Heimat, welch Geschichte dir beschieden, du mein unvergessenes Hatzfeld
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
04.03.2014

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