Gelebtes Heimatglück
Heimat, ich drehe meine Erinnerung eben auf „unsere Zeit“
Und schau über Haus, Hof, Schuppen, Stallungen, Garten
Am Gassenzaun die Schneeglöckchen, im Hof die Hühner warten
Der Morgen graut, es ist Frühstückszeit
Mais, Gerste, Hafer – sie werden dem Vieh gestreut
Hund und Katze bekommen Brot mit Milch, in ihre Schüssel
An der Dachbodenaufgangstür knackt der alte Schlüssel
Da steht der Mörser, mit zerstampftem Mais. Wir stolz, uns
gefreut
Wenn die Glucke so still und andächtig auf ihrem Nest
Um zu warten, dass sie bald platzen, die Eierschalen
Dieses Naturschauspiel ist nicht mit Geld zu bezahlen
Wenn zu Ostern die Küken schlüpfen – welch göttliches Fest
Die Erde ruht noch, dennoch Frühlingsboten
Das Lied der Vögel voller Leben, wohltuender Fröhlichkeit
Die Bäume, der Garten, sie alle ahnen Frühlingszeit
Spüren Macht und Schönheit von den „Zehn Geboten“
„Die zehn Gebote“ lebte ich für Mensch, Haus, Tier- und Pflanzenwelt
Gaben sich in meiner Heimat die Jahreszeiten die Hand
Schneeglöckchen als Frühlingsboten, Vogelspuren im Sand
Du Welt voller Schönheit, Gnade, Einzigartigkeit – du mein
Hatzfeld
Still, ganz still, winkt der Rauch, verlässt den Schornstein
Die Natur schaut schon Richtung Erwachen, Leben
Heimat, nur du konntest mir die Wunder des Lebens geben
Zu jeder Jahreszeit. Ich danke, für dieser Erinnerungen
einmaliges Sein
Ich schaue über Häuser, Gassen, Gärten, in diese Zeit zurück
Und spüre, Heimweh trägt mich, wenn eine stille Träne mein
Herz berührt
Heimweh, du hast mich eben wieder nach Hause, in die Heimat
geführt
Hatzfeld, ich danke dir für wundervolle Jahrzehnte, für
gelebtes Heimatglück
©Elisabeth Anton, Speyer
/ Hatzfeld
22.01.2009
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