Samstag, 13. Juli 2019

Gelebtes Heimatglück
















Gelebtes Heimatglück                





Heimat, ich drehe meine Erinnerung eben auf „unsere Zeit“

Und schau über Haus, Hof, Schuppen, Stallungen, Garten

Am Gassenzaun die Schneeglöckchen, im Hof die Hühner warten

Der Morgen graut, es ist Frühstückszeit



Mais, Gerste, Hafer – sie werden dem Vieh gestreut

Hund und Katze bekommen Brot mit Milch, in ihre Schüssel

An der Dachbodenaufgangstür knackt der alte Schlüssel

Da steht der Mörser, mit zerstampftem Mais. Wir stolz, uns gefreut



Wenn die Glucke so still und andächtig auf ihrem Nest

Um zu warten, dass sie bald platzen, die Eierschalen

Dieses Naturschauspiel ist nicht mit Geld zu bezahlen

Wenn zu Ostern die Küken schlüpfen – welch göttliches Fest



Die Erde ruht noch, dennoch Frühlingsboten

Das Lied der Vögel voller Leben, wohltuender Fröhlichkeit

Die Bäume, der Garten, sie alle ahnen Frühlingszeit

Spüren Macht und Schönheit von den „Zehn Geboten“



„Die zehn Gebote“ lebte ich für Mensch, Haus, Tier- und Pflanzenwelt

Gaben sich in meiner Heimat die Jahreszeiten die Hand

Schneeglöckchen als Frühlingsboten, Vogelspuren im Sand

Du Welt voller Schönheit, Gnade, Einzigartigkeit – du mein Hatzfeld



Still, ganz still, winkt der Rauch, verlässt den Schornstein

Die Natur schaut schon Richtung Erwachen, Leben

Heimat, nur du konntest mir die Wunder des Lebens geben

Zu jeder Jahreszeit. Ich danke, für dieser Erinnerungen einmaliges Sein



Ich schaue über Häuser, Gassen, Gärten, in diese Zeit zurück

Und spüre, Heimweh trägt mich, wenn eine stille Träne mein Herz berührt

Heimweh, du hast mich eben wieder nach Hause, in die Heimat geführt

Hatzfeld, ich danke dir für wundervolle Jahrzehnte, für gelebtes Heimatglück



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

            22.01.2009






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