Unsichtbare Macht
Wer dreht am Rad der
Jahreszeiten
Wer spannte den
Himmel um unsere Welt
Wer lässt die Vögel
in den Lüften gleiten
Wer klebte die
Sterne ans Himmelszelt
Wer streute das
viele Salz ins Meer
Wer gibt dem Vogel
seinen unvergleichbaren Gesang
Wer trocknet die Gräser,
lässt Wiesen blütenleer
Wer gibt den
tosenden Wellen ihren wunderbaren Klang
Wer hat die Dünen in
die Wüsten gestreut
Wer erbaute die
Felsen in schwindelnder Höh´, dem Himmel so nah
Wer schenkt den
Blumen Farbenpracht, die jeden erfreut
Wer weiß es schon,
warum, wann, was geschah
Wer lässt das
Gipfelkreuz den Stürmen trotzen
Wer lässt die
Blütenkelche voller Farben und Formen sein
Wer lässt die
Kakteen in ihrer Schönheit zur Sonne protzen
Wer bestimmt des
Mondes Sichel, der Sonne wärmenden Schein
Wer lässt die
Kieselsteine sich schleifen, im rauschenden Fluss
Wer lässt die Vögel
ihr Zuhause finden
Wer sagt dem Donner,
jetzt ist endlich Schluss
Wer lässt die jungen
Tiere ihre Eltern finden
Wer lässt die Wolken
ihren Reigen walten
Wer sagt dem Vogel,
dass er nun sein Nest erbaue
Wer gibt den
Meeresfluten ihre Gewalten
Wer sagt dem Specht,
dass er im Takt an den Baum haue
Wer sagt der Sonne,
sie soll die Schildkröteneier ausbrüten
Wer gab den
schlüpfenden Schildkröten Instinkt Richtung Meer zu schwimmen
Wer lernt die Tiere,
sich vor Gefahren zu hüten
Wer gibt dem
Menschen Kraft und Gleichgewicht, die Felsenwände zu erklimmen
Wer lernt die Tiere
in der Wüstenglut zu überleben
Woher kennen die
vielen Tiere ihrer Rasse Rangordnung
Wer kann dem
Erdbeben ein Zeichen der Verwüstung geben
Wer gab dem Blitz
seine Macht zur feuerflammenden Landung
Wer lässt eine
Mutter am Grabe weinen
Wer zeigt dem Schmetterling,
wo seiner Lieblingsblüte süße Schönheit
Wer sagt dem Vogel, wie
sich zur Schar vereinen
Wer bestimmt sie,
für jeden von uns, die Lebenszeit
Wer sagt den Knospen,
wann sie sich öffnen müssen
Wer lässt Kriege,
Schmerz, Leid und Unheil geschehen
Wer lässt es niemals
geschehen, dass Feinde sich küssen
Wer bestimmt auf unserer
Erde das Kommen, das Bleiben, das Vergehen
Wer bestimmt das Ende
jeden Lebens
Wer legt uns unsere
eigene Uhr ins Herz hinein
Wer weiß im Voraus,
ob etwas sich lohnt, ob es vergebens
Irgendwo, da muss
die Macht dieses Unerklärbaren sein…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
13.04.2009
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