Montag, 15. Juli 2019

Heimweh nach dir




















Heimweh nach dir                                                                       

Alzheimer - uns alles genommen





Ohne deine Liebe kann ich nicht leben

Wo bist du hin? Wo sind deine Gedanken, dein Gesicht

So viele Augenblicke, Jahrzehnte uns gegeben

Doch nur wenige, wenn die Uhr der Ewigkeit dicht



Mich anlehnen an dich, dich umarmen

Dein Begehren spüren, fühlen deine Geborgenheit

Brauche weder Ruhm, Gold, auch kein Erbarmen

Nur deiner Liebe Begehren, unserer Gefühle Wirklichkeit



Ohne dich ist alles so sinnlos geworden

Nur Tränen jede Nacht und quälende Einsamkeit

Ob sie im Fernseher lachen, raten oder morden

Wir sitzen teilnahmslos davor - sinnlos verschwendete Zeit



Ich sehne mich so oft nach unseren Stunden

Das Glück deiner Seele, deiner Liebe zu spüren

Warum, warum heilst du nicht die Wunden

Mir geschenkt, seit unsere Gefühle sich berühren



Ich habe Heimweh nach der Zeit mit dir

Ich will dich sehen, spüren, umarmen, streichelnd berühren

Wie lange weine ich noch, so mutterseelenallein hier

Warum? Warum wolltest du mich an diesen Abgrund führen



Vergessen? Vergessen kann ich solche Stunden, Jahre nicht

Worauf soll ich noch hoffen, einsam weinend warten

Ich weiß: Die Zeit rächt irgendwann alles. Sie vergisst nicht

Dass Rosen und Dornen zusammengehören - auch im schönsten Blumengarten



All meine Fragen, ohne Antwort, bis heute



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

           22.04.2004  










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