Heimweh nach dir
Alzheimer - uns alles
genommen
Ohne deine Liebe kann ich nicht leben
Wo bist du hin? Wo sind deine Gedanken, dein Gesicht
So viele Augenblicke, Jahrzehnte uns gegeben
Doch nur wenige, wenn die Uhr der Ewigkeit dicht
Mich anlehnen an dich, dich umarmen
Dein Begehren spüren, fühlen deine Geborgenheit
Brauche weder Ruhm, Gold, auch kein Erbarmen
Nur deiner Liebe Begehren, unserer Gefühle Wirklichkeit
Ohne dich ist alles so sinnlos geworden
Nur Tränen jede Nacht und quälende Einsamkeit
Ob sie im Fernseher lachen, raten oder morden
Wir sitzen teilnahmslos davor - sinnlos verschwendete Zeit
Ich sehne mich so oft nach unseren Stunden
Das Glück deiner Seele, deiner Liebe zu spüren
Warum, warum heilst du nicht die Wunden
Mir geschenkt, seit unsere Gefühle sich berühren
Ich habe Heimweh nach der Zeit mit dir
Ich will dich sehen, spüren, umarmen, streichelnd berühren
Wie lange weine ich noch, so mutterseelenallein hier
Warum? Warum wolltest du mich an diesen Abgrund führen
Vergessen? Vergessen kann ich solche Stunden, Jahre nicht
Worauf soll ich noch hoffen, einsam weinend warten
Ich weiß: Die Zeit rächt irgendwann alles. Sie vergisst
nicht
Dass Rosen und Dornen zusammengehören - auch im schönsten
Blumengarten
All meine Fragen, ohne Antwort, bis heute
©Elisabeth Anton, Speyer /
Hatzfeld
22.04.2004
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