Foto:©Elisabeth Anton
Schweigende Heimatlosigkeit
Ausatmen!
Endlich fahren wir über Heimaterde. Hatzfeld!
So lange musste
ich auf diesen Augenblick warten
Ich umarme
diese Blumenpracht, reifendes Korn auf dem Feld
Atme Blumenduft
und Schönheit, aus jedem Garten
Sehe die vielen
Blumen am Wegrand, auf Gräber blühen
Sehe duftende Heuhaufen
auf dem Friedhof stehen
Ich sehe die
Abendsonne - still und leise - glühen
Sehe mich, stillschweigend durch den Friedhof gehen
Mein erster Weg
führt zum Friedhof. Ich lebe diese stille Erinnerung
Stehe
schweigend, betend, weinend, vor manchem Grabesstein
Und weiß, dass
auch sie, er - alle - lebten einst die Hoffnung
Nur ihre
Stunden, ihre Stunden mussten wohl schon alle sein
Wenn ich
zuhause bin, daheim in meiner Heimat Hatzfeld
Lebe ich in
vollen Zügen diese heimatliche Geborgenheit
Ich atme Blumenschönheit
und Erinnerungswelt
Ich lebe
Heimat, Glück augenblicklicher Wirklichkeit
Hatzfeld! Du
bist ein Teil von mir, ein Stück von meinem Leben
Deine Jahre
haben mich geprägt für all die Wege, für all meine Zeit
Hatzfeld! Du
hast mir Tränen der Freude und des Leids gegeben
Du bist mir Zuhause
von gelebtem Glück, von schweigender Heimatlosigkeit
©Elisabeth
Anton, Speyer / Hatzfeld
11.06.2005

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