Sonntag, 21. Juli 2019

Schweigende Heimatlosigkeit

















Foto:©Elisabeth Anton


Schweigende Heimatlosigkeit                                                             


Ausatmen! Endlich fahren wir über Heimaterde. Hatzfeld!
So lange musste ich auf diesen Augenblick warten
Ich umarme diese Blumenpracht, reifendes Korn auf dem Feld
Atme Blumenduft und Schönheit, aus jedem Garten

Sehe die vielen Blumen am Wegrand, auf Gräber blühen
Sehe duftende Heuhaufen auf dem Friedhof stehen
Ich sehe die Abendsonne - still und leise - glühen
Sehe mich, stillschweigend durch den Friedhof gehen

Mein erster Weg führt zum Friedhof. Ich lebe diese stille Erinnerung
Stehe schweigend, betend, weinend, vor manchem Grabesstein
Und weiß, dass auch sie, er - alle - lebten einst die Hoffnung
Nur ihre Stunden, ihre Stunden mussten wohl schon alle sein

Wenn ich zuhause bin, daheim in meiner Heimat Hatzfeld
Lebe ich in vollen Zügen diese heimatliche Geborgenheit
Ich atme Blumenschönheit und Erinnerungswelt
Ich lebe Heimat, Glück augenblicklicher Wirklichkeit

Hatzfeld! Du bist ein Teil von mir, ein Stück von meinem Leben
Deine Jahre haben mich geprägt für all die Wege, für all meine Zeit
Hatzfeld! Du hast mir Tränen der Freude und des Leids gegeben
Du bist mir Zuhause von gelebtem Glück, von schweigender Heimatlosigkeit

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
         11.06.2005


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