Dienstag, 13. August 2019

Den Wind kann man nicht aufhalten


















Foto:©Elisabeth Anton



Den Wind kann man nicht aufhalten


Den Wind kann man nicht aufhalten
Das Beben im Erdkern kann man nicht stören
Über Schicksale kann keiner von uns walten
Aber Gefühle, Gefühle kann man erhören

Ob krank, gesund, behindert, blind oder taub
Ihre eigene Sprache spricht jede Berührung
Bunt gefärbt, farbenfroh, fällt das Herbstlaub
Von allem bleibt, irgendwann, nur die Erinnerung

Die Jahreszeiten kann man nicht zurückdrehen
Die Stunde schlägt ihren Takt Richtung Ewigkeit
Keiner kann seinem Schicksal entgehen
Das sagt die Erfahrung, durch meiner Jahre Zeit

Unerklärbar bleiben im Leben viele Wunden
Warum mein Weg plötzlich zu Ende, weiß ich nicht
Was haben wir uns gefreut, auf des Herbstes Stunden
Alles aus. Ich suche, nach allen Seiten, nach Licht

Warum das Leben so grausam ausgeteilt
Werde ich wohl nie erfahren, aber Hoffnung behalten
Es gibt im Leben Wunden, die keiner jemals heilt
Genau wie der Wind, man kann ihn nicht aufhalten

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
              18.12.2005

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