Alzheimer, das schleichende Vergessen
Wenn die Vernunft mal auf Wanderschaft geht
Und die Gefühle bleiben allein zurück
Dann lebt ein Mensch, dessen Zeiger auf Güte
steht
Vergessen. Das Vergessen, manchmal,
vielleicht Glück
Für wen es Glück bedeutet, für wen tiefstes
Leid
Das zeigen die Schmalspurbahnen des Lebens
Jeder von uns hat seine Wege, Träume, seine
Zeit
Schade dem, der seine Jahre vergeudet, gelebt
vergebens
Jeder Augenblick ist dein Leben, deine Zeit
Wenn das Vergessen vor der Tür, bleibt nur
die Gefühlswelt
Du lebst eine sonderbar einzigartige
Geborgenheit
Wenn das Leben dir dennoch Wunder bestellt
Kein Leid ist so groß, dass es nicht auch
Licht enthält
Keine Tränen fließen ewig. Irgendwann,
trocknen auch sie
Das Leben hat uns seine goldene Vielfalt
bestellt
Und jeder Ton spielt für uns seine eigene
Melodie
Das schleichende Vergessen – Leid und
Schicksalsspiel
Die fehlende Logik – Schmerz oder
Zufriedenheit
Jede Krankheit, noch so grausam, hat ihr
eigenes Ziel
Jedes Leid hat seine Tränen, jedes Wunder
seine Zeit…
©Elisabeth
Anton, Speyer / Hatzfeld
24.12.2005
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