Dienstag, 13. August 2019

Jedes Leid hat seine Tränen, jedes Wunder seine Zeit

















 Foto:©Elisabeth Anton



Jedes Leid hat seine Tränen, jedes Wunder seine Zeit    

         Alzheimer, das schleichende Vergessen





Wenn die Vernunft mal auf Wanderschaft geht

Und die Gefühle bleiben allein zurück

Dann lebt ein Mensch, dessen Zeiger auf Güte steht

Vergessen. Das Vergessen, manchmal, vielleicht Glück



Für wen es Glück bedeutet, für wen tiefstes Leid

Das zeigen die Schmalspurbahnen des Lebens

Jeder von uns hat seine Wege, Träume, seine Zeit

Schade dem, der seine Jahre vergeudet, gelebt vergebens



Jeder Augenblick ist dein Leben, deine Zeit

Wenn das Vergessen vor der Tür, bleibt nur die Gefühlswelt

Du lebst eine sonderbar einzigartige Geborgenheit

Wenn das Leben dir dennoch Wunder bestellt



Kein Leid ist so groß, dass es nicht auch Licht enthält

Keine Tränen fließen ewig. Irgendwann, trocknen auch sie

Das Leben hat uns seine goldene Vielfalt bestellt

Und jeder Ton spielt für uns seine eigene Melodie



Das schleichende Vergessen – Leid und Schicksalsspiel

Die fehlende Logik – Schmerz oder Zufriedenheit

Jede Krankheit, noch so grausam, hat ihr eigenes Ziel

Jedes Leid hat seine Tränen, jedes Wunder seine Zeit…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 24.12.2005






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