Foto:©Elisabeth Anton,
Gelebte
Erinnerung, sie bleibt für immer
Wenn der Frühling naht, entfalten sich die Knospen
Wenn die Liebe gekrönt, beglückt Geburt mit neuem Leben
Alles treibt durch den Alltag wie bunte
Blütenknospen
Allem, auf dieser Erde, eigenes Durchwandern gegeben
Man wird geboren – ob man es will oder nicht
So diktieren es die Gesetze des Lebens von Atmen und
Sein
Kaum hast du es erblickt, der reichen Erde schönes Licht
Wirst du schon – ob mit Glück oder Pech – ein Wanderer
sein
Über Berg und Tal, über Schatten und Licht
Durch Dornen, Sand, Tränen und Kieselstein
Wird deine Spur sich schlängeln, eh sie zerbricht
Oder strahlen, im Sternenfunkeln und Sonnenschein
Jeder von uns wird dieses Wandern sehen, spüren
Jeder von uns lebt das Glück, Tränen, die Hoffnung
Jeden von uns werden Schmerz, Freud und Trauer
berühren
Jeder von uns trägt tief im Herzen, voller Würde,
seine Erinnerung
So schreiten wir durch vieler Tage bunte Stunden
So wie das Jahr durch seine einzigartigen Jahreszeiten
Leid wird geboren, es heilen manchen Wunden
Allem schlägt auf dieser Erde seine Stunde, alles
hat seine Zeit
Und wenn du vor der letzten Treppe angekommen
Steig hinauf! Lebe Dank und Achtung vor deiner gelebten
Zeit
Ohne den Tod wärst du nie zur Welt gekommen
Die Geburt beginnt, der Tod beendet sie, deine
Lebenszeit
Was du, irgendwann, anderen gerne geschenkt, das
wird bleiben
Der Tod nimmt sie nicht mit, die einst gelebte
Umarmung
Wer geboren, muss weiterziehen, der kann nicht ewig
bleiben
Der Tod nimmt der Seele Hauch, niemals das Glück gelebter
Erinnerung
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
12.01.2005
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