Montag, 5. August 2019

Völkerwanderungen

















 Foto:©Elisabeth Anton




Völkerwanderungen                               





Man lockte sie, mit fruchtbarem Land

Versprechungen, ein besseres Leben zu führen

Im 17. Jahrhundert, zogen sie mit dem, was sie in der Hand

Getragen, um glückliche Zukunft zu berühren



Sie setzten ihr Leben, alles, aufs Spiel

In ihren einfachen Booten entlang der Donau

Irgendwo wartete ein vielversprechendes Ziel

An Ort und Stelle, nur Sumpfland zur Schau



Krankheit und Armut rafften ganze Züge nieder

Erst die dritte Zuwanderung brachte das Brot

Generationen geschuftet, bis er blühend, der Flieder

Diese Völkerwanderung kannte viele Opfer, Leid und Not



Diese Menschen erbauten das blühende Banat

Städte, Dörfer – mit ihren Häusern, Kirchen, Meisterbauten

Als Goldkammer Europas das Banat man gepriesen hat

Bis die letzten Generationen in ihre leeren Häuser schauten



Wieder ein Wandern, zurück, woher sie kamen, ihre Ahnen

Wieder ein Aufgeben von allem, was geschuftet, erspart

Alle erlebten, immer, „der Anderen“ großes Absahnen

Egal mit welcher Regierungsform die Zeit sich eben gepaart



Ganze Generationen haben sie verschoben

Diese skrupellosen Mächtigen der damaligen Wirklichkeit

Der Himmel tut sich schwer, irgendwen zu loben

Sieht nur, dass skrupellos, die Mächte der jeweiligen Zeit



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 26.07.2019  




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