Foto:©Elisabeth Anton
Völkerwanderungen
Man lockte sie, mit fruchtbarem Land
Versprechungen, ein besseres Leben zu führen
Im 17. Jahrhundert, zogen sie mit dem, was sie in der Hand
Getragen, um glückliche Zukunft zu berühren
Sie setzten ihr Leben, alles, aufs Spiel
In ihren einfachen Booten entlang der Donau
Irgendwo wartete ein vielversprechendes Ziel
An Ort und Stelle, nur Sumpfland zur Schau
Krankheit und Armut rafften ganze Züge nieder
Erst die dritte Zuwanderung brachte das Brot
Generationen geschuftet, bis er blühend, der Flieder
Diese Völkerwanderung kannte viele Opfer, Leid und Not
Diese Menschen erbauten das blühende Banat
Städte, Dörfer – mit ihren Häusern, Kirchen, Meisterbauten
Als Goldkammer Europas das Banat man gepriesen hat
Bis die letzten Generationen in ihre leeren Häuser schauten
Wieder ein Wandern, zurück, woher sie kamen, ihre Ahnen
Wieder ein Aufgeben von allem, was geschuftet, erspart
Alle erlebten, immer, „der Anderen“ großes Absahnen
Egal mit welcher Regierungsform die Zeit sich eben gepaart
Ganze Generationen haben sie verschoben
Diese skrupellosen Mächtigen der damaligen Wirklichkeit
Der Himmel tut sich schwer, irgendwen zu loben
Sieht nur, dass skrupellos, die Mächte der jeweiligen Zeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
26.07.2019
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