Sonntag, 9. Februar 2020

"Einmal in seinen Armen, bevor ich gehe" - mein einziger Wunsch



 














 Foto:©Elisabeth Anton



„Einmal in seinen Armen, bevor ich gehe“ – mein einziger Wunsch              





Sie saß mal wieder bei ihren Weiden

Sie wünschte sich nur „seine Umarmung“

Jahrzehnte vergangen, sie muss noch immer leiden

Noch immer allein - mit ihrem Schmerz, ihrer Hoffnung



Sie lehnte am Stamm vom Weidenbaum

Streichelte seine Rinde, weinte ihre Tränen

Sie hat doch nur den einen Traum

In seinen Armen, seinen Namen zu erwähnen



Mit Tränen in den Augen schaute sie zum Sternenzelt

Faltete ihre Hände zum Beten, weinte bitterste Tränen

„Mein Herrgott, ER ist doch meine große Liebe, meiner Seele Welt

Lass mich nicht sterben, ohne in seinen Armen seinen Namen zu erwähnen.“



Die Wolken verdeckten den schweigenden Mond

Der Himmel sammelte seine Sterne ein

„Solange die Liebe bei dir wohnt“

Haucht´ der Wind, „wirst du irgendwann in seinen Armen glücklich sein.“



Sie nahm ihre Erinnerungen und ging fort, voller Hoffnung

Wohin, das wusste sie noch nicht

Ihr Zuhause war nur in seiner Umarmung

Nur einmal in seinen Armen Liebe erleben, mehr will sie nicht



Bevor sie für immer geht…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

              04.10.2019




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Schaut man hin

                  Foto:©Elisabeth Anton       Schaut man hin                                                                              ...