Foto:©Elisabeth Anton,
Heimat, deine Frühlingsblütenmärchenwelt, es gibt sie
nicht mehr
Über den Dächern
weint die Erinnerung
In den Gassen erstickt
die Leere jedes Ziel
Heimat, verschwunden
deine Menschen, die Hoffnung
Völkerwanderungen,
der Mächtigen Machtspiel
Heimat, deine Häuser
haben ihr Gesicht verloren
Die blühenden Baumkronen,
in Reih und Glied, verschwunden
Dort, dort wo ich
einst glücklich daheim, einst geboren
Heute, nur Schmerz,
Fremde und Leere gefunden
Heimat, man hat sie
ausgelöscht, deine Geschichte
Die Menschen
ausgesiedelt – der einzige Weg in die Freiheit
Erinnerungen füllen
Romane und Gedichte
Wie schön sie war, damals
daheim, die Zeit
Schon meine
Großeltern mussten wandern, Grenzen neu gezogen
Sie hatten Krieg und
Not durch Glück überlebt
Heimat aufgeben
wegen Freiheit, nicht gelogen
Bittere Wahrheit,
nach der eine Wirtschaftsmacht immer strebt
Frühling einst daheim,
Garten und Gassen ein Blütenmeer
Blumen in allen
Farben, soweit das Auge reicht
Heimat, deine Blütenmärchenwelt,
es gibt sie nicht mehr
Das Rad der Zeit,
bald, auch die letzte Erinnerung streicht…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
17.03.2020

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