Dienstag, 19. Mai 2020

Ich bin traurig, entsetzt, fassungslos
















Foto:©Elisabeth Anton


Ich bin traurig, entsetzt, fassungslos     





Ich bin sehr traurig, entsetzt, ich fasse es nicht

DIE sitzen, tatsächlich, lachend diskutierend am runden Tisch

Organisieren Kriege. Da draußen Kinder ohne Bort, Wasser, Licht

Und DIE, DIE aalen sich in „Kriegsgesprächen“, bei Wein und Fisch



Ich bin fassungslos, traurig, entsetzt, verstehe es nicht

Warum die Menschen, die Mächtigen, nicht fähig, Frieden zu erhalten

Da, da geht es nur um egoistische Macht, egal wer stirbt, zerbricht

Dass eines Kindes Eltern tot, interessiert doch nicht, wenn SIE schalten, walten



Manchen, als Kriegsverbrecher verurteilt, abgestempelt

Die gleichen Verbrecher, sitzen zusammen am Tisch, irgendwo auf der Welt

Wenn da ihre Panzer mal ein ganzes Dorf „angerempelt“

Darüber spricht man nicht, das hat man „so bestellt“



Ihr Kriegsverbrecher des 21. Jahrhunderts, was habt ihr vor

Steckt unter euren Schädelknochen kein Hirn mit edlem Gedankengut

Trägt das Herz in eurer Brust das größte Eisentor

Wo blieb in euch „der Mensch“? Ich bebe vor Wut



DIE sitzen, tatsächlich, lachend am Tisch, lautstark SIE diskutieren

Als ginge es um die nächste Möbel-, Schmuck- oder Autolieferung

Diese „ihre Art“, unschuldige Menschen zu töten, aus ihrem Zuhause zu evakuieren

Darüber unterhalten DIE sich, bei Gelächter und Frohsinn. Es naht Untergang



Wenn diese Kriegsverbrecher, wenn die Mächtigen dieser Welt

Nicht bald ihre Maßstäbe revidieren - für den Frieden der Welt leben

Dann ist unserer Erde eine düstere Zukunft bestellt

Dann wird es bald kaum noch Glück und Frieden geben



IHR, von Macht Besessenen, dreht endlich euer Gehirn auf Frieden

Gerecht zu teilen, diese Welt zu erhalten, für Greis und Kind

Hört endlich auf so viel Leid zu streuen, schafft Frieden

Beendet diese Verbrechen, diese Tränen, die niemals getrocknet vom Wind



Ich bin entsetzt, was Fortschritt und Freiheit beinhalten

Ich bin fassungslos, man organisiert Kriege bei Schmaus und Wein

Beginnt, irgendwann mal, unsere Natur zu schalten und walten

Dann werden Leben und Zivilisation auf diesem Erdball nur noch „Gewesen!“ sein



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

               19.01.2009






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