Foto:©Elisabeth Anton
Tränen, welch
Wunderwerk der Natur
Träne, was bist du nur ein Wunderwerk
Du bist bei Leid zugegen, kannst Geist und Herz erfreuen
Du bist da, wenn Sorgen so massiv wie ein Berg
Ob der Alltag von Glück gezeichnet oder Bereuen
Wo kommst du nur her, wo bist du zuhaus
Wo ist dein Meer, wenn du einzeln dem Auge entrinnt´
Du bist da, ob allmächtig der Schmerz, klein oder groß der Applaus´
Du bist ein Wunderwerk der Natur, ein Phänomen, das gibt und nimmt
Du schenkst im tiefsten Kummer manche Erleichterung
Du bist bei mir, wenn mein Herz vom Glück alles bekommen
Träne, du bist da, ob ich im tiefsten Leid mit oder ohne Hoffnung
Du hast mich jahrzehntelang, still und wortlos, in deine Arme genommen
Ich spürte das besondere Nass deiner Gegenwart
Ich spürte deine Wärme, Kühle, wenn du mein Gesicht berührt
Du warst immer bei mir – ob Sonnenschein klar, ob die Stunde hart
Du, meine Träne, du hast mich immer Richtung Licht geführt
Die Tränen, sie fallen auf die Särge, tief ins Grab
Manchmal fallen sie auch auf einen weißen Brautstrauß
Sie fallen, wenn glückliches Wiedersehen des Schicksals Wanderstab
Sie fallen, wenn Ehe, Freundschaft oder das Leben aus
Du Träne, im Funkeln deiner Macht sah ich Regenbogenfarben
Beim Sonnenaufgang, so oft dich entfernt aus meinem Gesicht
Der Wind versuchte dich zu trocknen, dich und meine Narben
Tränen, meiner Seele Trost, wenn ihr Schmerz über das Leben spricht
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
19.07.2009
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