Foto:©Elisabeth Anton
Heimat, dein letztes
Kapitel Deutschtum längst ausgelöscht
Heimweh, Heimweh nach meiner Heimat
Es quält mich dieses Gefühl seit Tag und Jahr
Hatzfeld, welch einzigartig, einmalige Stadt
Wo einst im Kirchenregister mein Geburtsjahr
Wo einst gestanden meine Wiege
Hundebellen, Hahnenkrähen noch Freude für die
Seele
Wenn ich in Gedanken auf der Wiese liege
Wie damals, heute noch das Rauschen des artesischen
Brunnens ich wähle
Das Froschkonzert in lauen Abendstunden
Das Schwalbennest mit seiner glücklichen Kinderschar
Heimweh, wie tief auch diese meine Wunden
Ich sehne mich nach Hause, in meine Heimat, Jahr
für Jahr
Ich denke gerne an diese herrliche Zeit
Wo Menschsein, Charakter, die edlen Werte ihren
Traum gelebt
Wo Heimaterde sie geschenkt, diese wärmende
Geborgenheit
Wo das Herz noch Elternhaus, Zuhause, Heimat
gelebt
Wo jeder sein Zuhause sich erbaut, in Ehren
gehalten
Wo man Natur als Wunder der Göttlichkeit
gesehen
Wo man noch Ehrfurcht vor den Himmelsgewalten
Wo man im Menschen noch das Gute, Würde und
Treue gesehen
Heimatjahrzehnte, ihr seid meines Lebens wertvollste
Zeit
Meiner Jahre Reichtum voller unbezahlbarem Glück
Meine Heimat, du bleibst diese wohltuende
Geborgenheit
Dieses Kapitel deiner Geschichte, dieser Weg ohne
Zurück
Wo des Baumes Wurzeln ihren Halt gefunden
Wo er blüht, im Wind der Heimat zur Reife
Da, wo der Baum mit seiner Quelle verbunden
Da bin ich zuhause, egal nach welcher
Erinnerung ich greife
Mein Hatzfeld, du meiner Wiege Ort
Du warst, bist und bleibst mein Zuhause
Heimat leben – mal da, mal dort, mal weit fort
Das kann ich in der Fremde nicht. Mein Heimweh
kennt keine Pause
Daheim, zuhause, wo mein Elternhaus, da ist
meine Heimat
Diese einzigartige, wundervolle Natur, diese besondere
Welt
Das ist diese einst von Stacheldraht erstickte
Stadt
Wo Diktatur sie nie erreicht, „meine Welt, in
meinem Hatzfeld“
Wo Mensch und Natur noch gerne erhört
Der heimatlichen Kirchen Abendglockenklang
Bis, plötzlich, Völkerwanderung durch
Aussiedlung alles zerstört
Hatzfeld, dein letztes Kapitel Deutschtum ausgelöscht – ob
Sturm, ob Abendglockenklang
©Elisabeth Anton, Speyer /
Hatzfeld
21.06.2014

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