Foto:©Elisabeth Anton
Mein Herrgott, bitte, erhöre mein Gebet
Das Gebet einer Mutter...
So still das Gebet
einer Mutter, bei Nacht
Wenn sie ihre Hände
betend zum Himmel hält
Weint, weil ihr
Leben mit so viel Sorgen und Leid bedacht
Sich fragt: „Wer
hat das für mich ausgewählt?“
Wenn die Sterne
dann ihr Licht zur Erde schicken
Sitzt eine Mutter
noch immer am Fenster. Tränen fallen
Ihr Gebet so leise.
Es schmerzt ihr Rücken
Ihre Tränen zu
Eisblumen auf die Scheiben fallen
Ihre Tränen malen
ein Bild auf die eiskalten Fensterscheiben
Ihre Hände zittern
leicht, ihre Kraft fast am Ende
Warum der Sorgen so
viel, so lange schon bei ihr bleiben
Das fragt sie sich.
Zum Gebet faltet sie erneut ihre Hände
Sie schaut voller
Hoffnung zum Himmelszelt
Sie betet zur
Allmacht, sie friert an Leib und Herz
Warum? Warum, für
mich, so viele Sorgen, Tränen gewählt
Warum lässt du zu,
dass ich zerbreche am Schmerz
Hoffen und das
Beten, sie sind mir geblieben
Daher bete ich
jeden Abend, um Kraft, Hoffnung und Licht
Hoffen und das
Beten, sie sind mir geblieben
Mein Herrgott, bitte,
erhöre mein Gebet, vergiss mich nicht
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
01.01.2009
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