Foto:©Elisabeth Anton
Vergiss dein Elternhaus nie
Sie saß,
gedankenverloren, auf des Troges Rand
In diesem uralten Schweinestall
Die Schweine
leckten sanft ihre Hand
Solche Augenblicke,
ihres Herzens liebster Fall
Sie war immer
mittendrin - ob Hund, ob Katze, das Vieh
Ob Tauben, Schweine,
Ziegen, Hasen
Der Wert ihres
Alltags, des Augenblicks Symphonie
Die duftenden
Blumen, Lämmer, wenn sie grasen
Ihr Leben war die
Natur, Blumen, Tiere, das Schreiben
Ihr Traum, Wunder
der Welt zu sehen
Sie wollte reisen,
aber immer in ihrer Heimat bleiben
„Vergiss nie, willst
du mal auf Reisen gehen
Vergiss nie, wo du
einst geboren
Wo du gelernt, die
Hände zum Gebet zu falten
Wo du geborgen, nie
einsam, nie verloren
Wo Großvater dich
gelernt, den Baumstamm zu spalten.“
Sagte Großvater zu
ihr, nahm ihre Hand
„Vergiss nie, wo du
zuhause, wo dein Elternhaus steht
Vergiss nie, die
Bilder an der Wand
Die Erinnerungen
umarmen, wo Heimatwind deines Lebens weht.“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
10.06.2020

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