Montag, 22. Juni 2020

Vergiss dein Elternhaus nie


















Foto:©Elisabeth Anton


Vergiss dein Elternhaus nie                 





Sie saß, gedankenverloren, auf des Troges Rand

In diesem uralten Schweinestall

Die Schweine leckten sanft ihre Hand

Solche Augenblicke, ihres Herzens liebster Fall



Sie war immer mittendrin - ob Hund, ob Katze, das Vieh

Ob Tauben, Schweine, Ziegen, Hasen

Der Wert ihres Alltags, des Augenblicks Symphonie

Die duftenden Blumen, Lämmer, wenn sie grasen



Ihr Leben war die Natur, Blumen, Tiere, das Schreiben

Ihr Traum, Wunder der Welt zu sehen

Sie wollte reisen, aber immer in ihrer Heimat bleiben

„Vergiss nie, willst du mal auf Reisen gehen



Vergiss nie, wo du einst geboren

Wo du gelernt, die Hände zum Gebet zu falten

Wo du geborgen, nie einsam, nie verloren

Wo Großvater dich gelernt, den Baumstamm zu spalten.“



Sagte Großvater zu ihr, nahm ihre Hand

„Vergiss nie, wo du zuhause, wo dein Elternhaus steht

Vergiss nie, die Bilder an der Wand

Die Erinnerungen umarmen, wo Heimatwind deines Lebens weht.“



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 10.06.2020




















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Zufriedenheit, welch Reichtum

                  Foto:©Elisabeth Anton     Zufriedenheit, welch Reichtum                                             Zufriedenheit, wel...