Foto:©Elisabeth Anton
Erdulden,
ertragen, schlucken
Erinnerungen zweier Jahrzehnte
Viele
Ausreiseanträge. Hoffen. Warten
Erdulden,
ertragen, schlucken
Abweisung.
Erneutes Starten
Schaulustige,
Sonnenblumenschalen auf die Erde spucken
Wieder Warten,
Fragen, Tage zählen
Erneute
Ausreiseanträge, erneute Demut
Alles nach
deren Plan, nichts eigens zu wählen
Manch ein
Sachbearbeiter wusste nicht, wozu ein Hut
Und immer und
ewig, deren Drohung
Immer und immer
wieder „uns“ ermahnt zur Disziplin
Da stülpt sich
der Magen, bei jeder dieser Erinnerung
So viele
Schikanen. Worte ohne Kopf, ohne Fuß, ohne Sinn
Und irgendwann,
die Pässe in der Hand
Gepäck, Zoll,
Grenzüberquerung
Endlich berührt
der Zug ein fremdes Land
Dieser Weg,
welch Nervenkampf, welch ewige Hoffnung
Dann, ein
Entgleisen in ein fremdes Land
Wo Freiheit und
Wohlstand überall zuhaus´
Erinnerungen,
ich reich euch mal wieder meine Hand
Wie schön war
es damals, daheim, in meinem Elternhaus
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
31.08.2012
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