Foto:©Elisabeth Anton
Hatzfeld, oft weine ich um dich
Draußen atmet
die Nacht
In Gedanken bin
ich daheim
Der Hutwettwind
hat sich auf die Reise gemacht
Damit er mir
nah, wenn ich allein
Meine
Erinnerung, so oft berührt sie dich
Du meine
Heimat, mein hehres Hatzfeld
Unsere
Jahrzehnte, sie waren so außergewöhnlich
Außergewöhnlich
reich, deine Erde, dein Sternenzelt
In Gedanken
drehe ich die Jahre zurück
Berühre sie,
unserer Jahreszeiten Pracht
Heimat, du bist
mein ewig leises Glück
So allmächtig
zugegen – ob Tag, ob Nacht
Ich gehe jetzt
durch vergangene Jahre, deine Gassen
Durch manches
Fenster noch ein Petroleumlicht
Fast all deine
Menschen mussten dich verlassen
Was Freiheit wirklich
heißt, wusste ich nicht
Sachte hat
deine Nacht dich zugedeckt
Deine Stille,
welch Seelenwohltat
Keine Autobahn,
kein Flugzeug deinen Frieden weckt
Weit deine
Felder, so kostbar jede Saat
Der letzte
Kirchturmglockenschlag längst verklungen
Der Kirchturm,
der Hl. Florian, sie beschützen dich
Lang, lang
ist´s her, seit man Heimatlieder gesungen
Deine
Geschichte so grausam, so unverzeihlich
All die Bilder
von daheim, sie umarmen mich
Die
Farbenpracht deiner Blumen hüllt mich ein
Es ist bald
Herbst, in meiner Heimat. Unvergesslich
Werden unsere
Jahrzehnte, das Glück meiner großen Liebe sein
Vergleiche ich
nun Freiheit und Wohlstand
Mit meiner
Heimat Stacheldrahtgrenzen, in barbarischer Diktatur
Dann reiche ich
meiner Erinnerung wortlos die Hand
Eine Träne aus
meinem Auge fällt, sie war der Anfang nur…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
31.08.2012

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