Samstag, 25. Juli 2020

Heimat, so schnell löschte man dich aus

















Foto:©Elisabeth Anton


Heimat, so schnell löschte man dich aus                  





Heimat, in Gedanken rieche ich

Deiner Gassen Morgenluft

Erinnere mich an unsere Jahre. So vergänglich

War er, deiner Gärten Blumenduft



Heimat, ich sehe deine Schönheit blühen

Ich atme deiner Erde Lebensziel

Ich sehe dein Morgenrot glühen

Ich sehe der Kindheit längst verwelktes Spiel



Ich sehe deine Gänse watscheln zur Kaul

Die Pferde atmen Morgenluft

Der erste Apfel reif. Vom Baum gefallen, faul

Heimatgarten, ich rieche deinen Blütenduft



Ich sehe, die Blumenkelche öffnen sich

Schlucken genüsslich ihren Morgentau

Heimat, unsere Jahrzehnte bleiben unvergesslich

Wohin ich auch gehe, wohin ich auch schau



Sommermorgen daheim, in meinem Elternhaus

Schmetterlinge suchen den Reichtum der Blütenpracht

Heimat, wie schnell löschte man deine Geschichte aus

Als ob mit einem Pinselstrich, so einfach über Nacht…



©Elisabeth Anton, Speyer Hatzfeld

                24.06.2014






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