Mittwoch, 15. Juli 2020

Solange Hoffnung noch atmet, gib nie auf



Foto:©Elisabeth Anton


Solange Hoffnung noch atmet, gib nie auf                                                                


Meine Gedanken streifen durch meine Erinnerung
Ich stelle fest, dass es mich oft übersehen hat, das Glück
Wenn es mich übersah, blieb mir immer noch die Hoffnung
An ihre Schulter lehnte ich mich, immer wieder, zurück

Oft war es so aussichtslos alles, so leer
Kein Weg war zu sehen und schon gar kein Ziel
Meine Stunden voller Verzweiflung, kein Ausweg mehr
Und immer wieder vertraute ich der Hoffnung leisem Spiel

Ich bewunderte Blumenkelche und Farbenpracht
Ich wartete auf einen weißen Schmetterling, bis er kam
Ich suchte am Tag die Sterne, hüllte mich ein in die Nacht
Dieses Glück der Hoffnung mir keiner nahm

Vom Gartenweg über Wiese, Stein, durch Wälder zum Gebirgspfad
Führten meine Wege - ob Regen, Gewitter, ob strahlender Sonnenschein
Das Leben hat nun mal die allerdickste Naht
Es flechtet so vieles zusammen, vom glücklich sein bis allein

Ich gab nie auf. Ich krallte mich fest, an der Hoffnung
Hoffen, das Gebet, sie gaben mir Stärke, Halt und Zuversicht
Und blättere ich heute so durch meine Erinnerung
Erkenne ich immer wieder: Aufgeben, verzagen, das wollte ich nicht

Egal wie hart der Kampf auch war, für mich
Ich kämpfte. Keine Hürde zu hoch, keine Treppe ließ ich aus
Ich vertraute der Hoffnung, meinem Glauben, meinem Ich
Bei der Hoffnung war ich immer, bis zuletzt, zuhaus´

Umarmen dich mal Kummer, Tränen, Einsamkeit
Und sie droht dich zu ersticken, deine Verzweiflung
Sei stark! Kämpfe! Auch du hast deine Kraft, deine Möglichkeit
Gib nie auf, solange sie noch atmet, deine Hoffnung

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
              28.06.2005


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