Donnerstag, 27. August 2020

Heimlich um ihn geweint, so viele Jahrzehnte

















Foto:©Elisabeth Anton


Heimlich um ihn geweint, so viele Jahrzehnte                   





Als damals, in der Heimat, die Akazien geblüht

Liebte sie ihn, hoffte auf ein Glück

Das Leben zog weiter. Mit jedem Abendrot das verglüht´

Dachte sie an ihn, an dies verlorene Glück



Sie weinte so viele Nächte, in stiller Dunkelheit

Jede Träne um ihn geweint, tat bitter weh

Sie wusste, er schenkt einer anderen seine Zärtlichkeit

Sie spürte, tief in ihrer Seele, wie weh das tat, sehr weh



Wenn die Akazienbaumkronen ihren Duft geschenkt

Wünschte sie sich einen Akazienblütenstrauß aus seiner Hand

Mit Tränen in den Augen wusste sie, wer Schicksal lenkt

Und dass ihr sehnlichster Traum verweht, wie Dünensand



Plötzlich, das Schicksal zeigte seine Macht

Sie sah ihn nicht mehr, wie an manchen Tagen zuvor

Mit Tränen in der Seele hat sie täglich an ihn gedacht

Obwohl klar, dass es verschlossen, ihrer Liebe Glückstor



Er war, plötzlich, verschwunden, so endlos weit

Und sie wusste nicht, wie ihm geschah

Sie sehnte sich nach ihm, all der Jahrzehnte Zeit

Und wünschte sich jeden Abend, dass er ihr nah



Er kam nicht mehr, sie sah ihn nie wieder

Ihre Liebe blieb standhaft, in ihrer Seele traurigen Wirklichkeit

Sie wusste, irgendwann blüht auch für sie der Flieder

Irgendwann hat er, vielleicht, auch mal für sie einen Augenblick Zeit



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

               10.05.2019












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