Sonntag, 11. April 2021

„Danke!“, für gelebte Heimatgeborgenheit


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

„Danke!“, für gelebte Heimatgeborgenheit                           

 

Ich schließe die Augen, stehe am alten Tor

Mein Elternhaus, es schweigt in schmerzvoller Stille

Heimat, seit mein Weg sich in die Fremde verlor

Bestimmt mein Heimweh Sicht, Weg und Wille

 

Egal wo ich war, egal wie schön

Meine Gedanken schlichen heimlich zu dir

Mein Heimweh konnte nie verstehen

Warum wir Heimat verlassen, nun in der Fremde hier

 

Kein Reichtum, kein Geld dieser Welt

Keine Freiheit, kein Wohlstand

Können dich ersetzen, du meine Heimat Hatzfeld

In Gedanken suchte sie immer nach dir, meine Hand

 

Nie mehr diese Heimatwelt, diese Vertrautheit

Nie mehr unsere Gassen, duftende Akazienkronen

Nie mehr deine heimatliche Geborgenheit

Nie mehr darf ich zuhause, daheim wohnen

 

Heute, heute weiß ich es sehr genau

Für „diese Freiheit“, den bittersten Preis bezahlt

Traurig ins Buch der Erinnerungen ich schau

Und spüre, wie grausam Schicksal mahlt

 

Seine Mühlen mahlen, ohne zu fragen

Meinen Weg, den musste ich wohl gehen

Ich bin dankbar, durfte den Weg in die Freiheit wagen

Endlos traurig, nicht mehr zuhause, am alten Ofen zu stehen

 

Nie mehr vor dem alten Petroleumlicht

Seine Flammen bewundern, der Schweine Grunzen hören

Jahrzehnte heimatlichen Glücks, sie wiederholen sich nicht

Der Wunsch nach Freiheit, er konnte Heimat zerstören

 

Tief im Herzen träume ich mich nach Haus´

Rufe noch einmal Bilder der damaligen Zeit

Hatzfeld, du meine Heimat, unser Geschichtskapitel ist aus

Ich danke dem Himmel für gelebte Heimatgeborgenheit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                14.10.2012

 

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