Foto:©Elisabeth Anton
„Danke!“, für gelebte Heimatgeborgenheit
Ich schließe die Augen, stehe am alten Tor
Mein Elternhaus, es schweigt in schmerzvoller Stille
Heimat, seit mein Weg sich in die Fremde verlor
Bestimmt mein Heimweh Sicht, Weg und Wille
Egal wo ich war, egal wie schön
Meine Gedanken schlichen heimlich zu dir
Mein Heimweh konnte nie verstehen
Warum wir Heimat verlassen, nun in der Fremde hier
Kein Reichtum, kein Geld dieser Welt
Keine Freiheit, kein Wohlstand
Können dich ersetzen, du meine Heimat Hatzfeld
In Gedanken suchte sie immer nach dir, meine Hand
Nie mehr diese Heimatwelt, diese Vertrautheit
Nie mehr unsere Gassen, duftende Akazienkronen
Nie mehr deine heimatliche Geborgenheit
Nie mehr darf ich zuhause, daheim wohnen
Heute, heute weiß ich es sehr genau
Für „diese Freiheit“, den bittersten Preis bezahlt
Traurig ins Buch der Erinnerungen ich schau
Und spüre, wie grausam Schicksal mahlt
Seine Mühlen mahlen, ohne zu fragen
Meinen Weg, den musste ich wohl gehen
Ich bin dankbar, durfte den Weg in die Freiheit wagen
Endlos traurig, nicht mehr zuhause, am alten Ofen zu stehen
Nie mehr vor dem alten Petroleumlicht
Seine Flammen bewundern, der Schweine Grunzen hören
Jahrzehnte heimatlichen Glücks, sie wiederholen sich nicht
Der Wunsch nach Freiheit, er konnte Heimat zerstören
Tief im Herzen träume ich mich nach Haus´
Rufe noch einmal Bilder der damaligen Zeit
Hatzfeld, du meine Heimat, unser Geschichtskapitel ist aus
Ich danke dem Himmel für gelebte Heimatgeborgenheit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
14.10.2012

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